Concordia Ossenberg tritt beim MSV Moers an

Die Concordia mischte lange oben mit: Ossenberg legt Rückwärtsgang ein

Fußball-Kreisliga A: Das Überraschungsteam der ersten Halbserie ist im Mittelmaß angekommen. Am Sonntag geht’s zum MSV Moers. Spitzenreiter Sonsbeck II spielt in Rheinhausen. Budberg II muss gegen Lüttingen punkten.

Es ist manchmal nicht schlecht, wenn der Abpfiff kommt. Als Schiri Enes Krupic in Sonsbeck zum letzten Mal ganz tief in das Mundstück seiner kleinen Pfeife blies, sorgte er auch für Erlösung in Reihen des SVS II. „Fünf Tage hätten wir noch spielen können“, meinte Johannes Bothen hinterher, „und wir hätten wohl immer noch kein Tor geschossen.“ Für den Trainer jedenfalls waren mit dem Schlusspfiff die drei Punkte nach dem 0:3 ganz verdient nach Veen gewandert, das mit dem Erfolg nicht nur ein taktisches Meisterstück im Spitzenspiel zwischen dem Ersten und dem Dritten der Kreisliga A gelungen war, sondern die auch dafür gesorgt hatten, dass die Spannung an der Tabellenspitze ungebrochen bleibt.

Glück für Bothen und den SV Sonsbeck II: Die fünf Tage sind vorbei, die Torelosigkeit ist aufgehoben – und am Sonntag wartet mit dem VfL Rheinhausen der nächste Gegner auf den Spitzenreiter. In Bergheim anzutreten hört sich schwer an, war für die Rot-Weißen in den vergangenen Jahren aber eher eine vergnügliche Kaffeefahrt. Seit mehr als zwölf Jahren ist der SVS II in und gegen Rheinhausen ungeschlagen. Vor einigen Monaten in der Hinrunde allerdings ging‘s ziemlich eng zu, als den Sonsbeckern erst in der Nachspielzeit durch Maximilian Hans der Siegtreffer zum 4:3 gelang.

Auf Rheinhauser Schützenhilfe hofft der Rumelner TV, der zwar mit einem Rückstand von drei Zählern nur den dritten Rang belegt, in diesem Jahr aber noch ein Spiel mehr als der Tabellenführer zu absolviern hat. Die Mannschaft empfängt Viktoria Alpen, die dem RTV im Hinspiel ein Remis abrang. „Damals haben alle gesagt, dass ein 1:1 doch ein schlechtes Ergebnis sei. Inzwischen wissen alle, dass Rumeln ein ganz starker Gegner ist“, erinnert sich Trainer Jörg Schütz. Das gleiche Ergebnis noch mal – Schütz würde da wohl nicht „nein“ sagen.

Dank des 3:0 in Sonsbeck hat Borussia Veen seine Ansprüche im Aufstiegsrennen gewahrt. Die nächste Hürde stellt das Gastspiel beim ESV Hohenbudberg dar. Mit Blick auf die Tabelle reist der Zweite als Favorit an. Doch Christian Hauk wäre ein schlechter Trainer, wenn er nicht gleich die Euphoriebremse treten würde. „Wir sollten nie vergessen, wo wir herkommen“, spielt er darauf an, dass er mit seinem Team vor sechs Monaten noch die Relegation um den Klassenerhalt bestreiten musste. Beim ESV steht fest, dass Manuel Fernandez letztmalig in einem Heimspiel an der Seitenlinie stehen wird. Hohenbudbergs Trainer wird in der Winterpause abgelöst.

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Zwei Spiele, sechs Punkte – so muss die Rechnung beim SSV Lüttingen lauten. Der Tabellensechste, zehn Zähler hinter dem Spitzenreiter zurückliegend, gastiert am Sonntag beim Schlusslicht SV Budberg II, ehe er sechs Tage später, im letzten Auftritt des Jahres, den Vorletzten aus Neukirchen-Vluyn erwartet. Das 5:0 im Hinspiel war Lüttingens höchster Saisonsieg und gleichzeitig die deftigste Niederlage des Jahres für den Aufsteiger, der so dringend wieder ein Lebenszeichen setzen müsste, wenn der Klassenerhalt in Sichtweite bleiben soll.

Concordia Ossenberg war das Überraschungsteam der ersten Halbserie, in der die Mannschaft dreimal an der Spitze stand. Inzwischen hat die Auswahl um Trainer Björn Quint dezent den Rückwärtsgang eingelegt und muss sich, als Tabellenachter, am Sonntag beim einen Rang und einen Punkt besser postierten MSV Moers auf ein Spiel in der Mitte der Liga einlassen.

Revanche steht beim SV Orsoy auf dem Plan, wenn der SV Scherpenberg II am Gildenkamp aufläuft. Den 3:0-Sieg der Grün-Weißen aus dem Hinspiel hat die Spruchkammer inzwischen in eine Niederlage am Grünen Tisch verwandelt, weil Neuzugang Pierre Drößmer damals mitgemacht habe, aber noch nicht spielberechtigt gewesen sei. Mit dem 34-Jährigen und einer Portion Wut im Bauch wird Orsoy den nächsten Versuch gegen den besten der drei Aufsteiger unternehmen.

Etwa 30 Besucher waren dabei, als der SV Büderich mit dem 0:3 gegen Hohenbudberg seine rasante Talfahrt fortsetzte – einer von ihnen war Markus Hierling, seines Zeichens Trainer des SV Millingen und mit einem Notizblock bewaffnet. „Er hat sich ganz fleißig Notizen gemacht“, staunte sein Büdericher Amtskollege Stefan Tebbe. „Aber ich weiß garnicht, was er sich da notiert haben könnte, denn bei uns fehlt ja weiterhin mehr als die halbe Mannschaft.“ Immerhin, wer schreibt, der bleibt, und Hierling wird den Spickzettel vor dem Gastspiel im Weseler Westen an seine Mannschaft weiterreichen, auf dass diese die 1:2-Heimniederlage im damaligen Eröffnungsspiel der Saison wieder korrigieren und gleichzeitig die Distanz zum Ligakeller vergrößern möge.

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