Lokalsport: Concordia mit stolzer Brust ins Derby

Lokalsport : Concordia mit stolzer Brust ins Derby

Fußball-Kreisliga A: Der SV Orsoy wird morgen in Ossenberg vorstellig. Borussia Veen möchte bei Viktoria Alpen die nächsten Punkte für den Klassenerhalt einsammeln. Der SV Sonsbeck II erwartet den TuS Xanten.

Christian Hauk gehört zweifelsohne zu den Optimisten, die die Fußball-Kreisliga A zu bieten hat. Schon seit Wochen geht der Trainer von Borussia Veen im Abstiegskampf der Liga voran. "Wir können es aus eigener Kraft schaffen", hat Hauk seinem Team immer wieder eingeimpft. Und, wie sich inzwischen gezeigt hat, ist das konsequente Mut machen auch nicht ohne Wirkung geblieben. Dem 4:3-Sieg über Vluyn folgte der Punktgewinn in Büderich und am vergangenen Sonntag gar ein 5:0 über Orsoy. Erstmals seit Wochen findet sich die Borussia also auf dem 14. Tabellenplatz wieder, der das Ticket für ein weiteres A-Liga-Jahr bereit hält.

Allerdings, der Vorsprung vor den auf den Relegationsplatz abgestürzten Vluynern ist hauchdünn. Kein Grund für den Trainer, von seiner Marschroute abzuweichen. Für die Borussia steht morgen das Derby bei Viktoria Alpen auf dem Programm - Hauk nutzt die Partie, um seiner Auswahl noch eine Portion Zuversicht mit auf den Weg zu geben. "Auch das können wir regeln", sagt der Trainer, der in den vergangenen Wochen wieder auf die in der Hinrunde so schmerzlich vermissten Laurin Werder und Severin Minten zurückgreifen durfte. In vorderster Front wird sich Kai Möller mächtig ins Zeug legen. Für Borussias erfolgreichsten Stürmer lief das Hinspiel alles andere als gelungen ab. Möller vergab beim 1:3 einen Strafstoß und musste sich zudem seine einzige Gelbe Karte während der gesamten Saison zeigen lassen.

Beim SV Orsoy endet die Arbeitszeit von Trainer Harald Kluth. Der Coach, der in der Winterpause die Arbeit mit der Gewissheit übernahm, seinen Platz im Sommer räumen zu müssen, wird nach der Partie bei Concordia Ossenberg in den Urlaub fahren und in den beiden verbleibenden Spielen nicht mehr zur Verfügung stehen. Gibt es Blumen für den scheidenden Coach? Beim SVO wird man erst mal schauen müssen, wer sie überreichen könnte. "Zuletzt hat sich die Mannschaft quasi alleine aufgestellt", weiß Kluth um den weiterhin bestehenden personellen Engpass.

Dank des Siegs in Vluyn mit dem Treffer zum 3:2 in der Nachspielzeit, der die Position im Abstiegsrennen wesentlich verbesser hat, geht die Concordia mit stolzer Brust ins Derby. Coach Björn Quint, der wie Co-Trainer Udo Krützberg lange Jahre den Dress des SVO getragen hat, quälen vor der Partie gegen seinen Ex-Club keine Kopfschmerzen. Allein der Einsatz von David Hartung ist fraglich.

Während sich Kluth in Orsoy verabschiedet, meldet sich Stefan Kuban als Trainer des SSV Lüttingen zurück. Der Coach, der Denis Krupic bis zum Saisonende vertritt, feiert mit dem Heimspiel gegen den VfL Rheinhausen sein Comeback. Seine Aufgabe: Noch müssen Punkte her, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Bleiben die gegen den VfL Rheinhausen aus, könnte es noch haarig werden. Das nächste Spiel schickt die Lüttinger nämlich nach Vluyn - und das hätte fast schon Endspiel-Charakter.

Beim SV Sonsbeck II laufen die Planungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren. Johannes Bothen soll dann auf einen Kader von 21 Spielern zurückgreifen dürfen - nach den personellen Einschränkungen der Rückrunde würde sich der Spielertrainer wohl wie im Paradies fühlen. Kapitän Jonas Vengels wird den SVS II verlassen und seine Chance beim SV Hö./Nie. suchen, derweil kehren Lukas Maas und Sebastian Hulstein aus Labbeck zurück. Vom Absteiger TuS Xanten, der morgen zu Gast im Willy-Lemkens-Sportpark ist, wechselt Nachwuchsspieler Tobias Reis zum Zweiten.

Vier Umstellungen im Vergleich zur Vorwoche muss Markus Hierling vornehmen; im Duell gegen den TV Asberg der Trainer des SV Millingen auf die gesperrten Jonas Schaper und Kamil Franke verzichten. Zudem haben sich Urlauber Sven Hilgert sowie Tim Böttcher aus privaten Gründen abgemeldet.

Der SV Büderich begrüßt in seinem vorletzten Heimspiel der Saison Mitaufsteiger ESV Hohenbudberg. Der Neuling aus Wesel könnte gegen die in ihren vergangenen fünf Begegnungen punktlosen Gäste auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt aus der Welt schaffen.

(DK)
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