Fußball: Borussia Veen setzt Höhenflug fort

Fußball: Borussia Veen setzt Höhenflug fort

Fußball-Kreisliga A: Die „Krähen“ deklassierten den SV Millingen mit 4:0. Dennis Tegeler war dreimal erfolgreich.

Willkommen beim Veener Schützenfest: Mit der Armbrust wurde der neue Schützenkönig gesucht, der dann auch gleich seinen Thron besteigen durfte. Entgegen anders lautenden Gerüchten und Prognosen hat allerdings keiner der Fußballer der heimischen Borussia den Vogel abgeschossen – obwohl den Spielern bei deren augenblicklicher Treffsicherheit auch dieses Kunststück zuzutrauen gewesen wäre. Mit dem 4:0 (3:0)-Erfolg über den SV Millingen haben die Veener ihren Höhenflug in der Kreisliga A fortgesetzt.

Die Mannschaft um Trainer Christian Hauk bleibt auch nach dem dritten Spieltag ohne jeglichen Kratzer und hat sich an der Spitze der Tabelle festgesetzt. Wie beim Königsschießen auf der Schützenwiese dauerte es allerdings seine Zeit, ehe dem Adler die Federn gerupft werden durften. Zwar visierte Lukas Höptner schon in der fünften Minute erstmals das Ziel an, nach seinem Solo durch die Millinger Abwehr fehlte dem jungen Neuzugang aus Sonsbeck aber die Kraft, um den gut aufgelegten Marc Lauderbach im Tor der Gäste zu überwinden. „Millingen hat das in der ersten halben Stunde gut gemacht und unsere Vorstöße unterbunden“, befand Hauk. Er durfte sich dann aber darüber freuen, dass sein Team dieses Problem doch noch lösen sollte.

Zum einen legte die Borussia noch einmal einen Zahn zu, zum anderen ließen bei den Gästen Konzentration und Kraft nach. „Uns haben die Waffen gefehlt“, nahm Markus Hierling seine Auswahl in Schutz. Millingens Trainer hatte auf die Ausfälle reagiert, indem er den in den bisherigen Spielen der Blau-Weißen als Torschützen aufgetretenen Max Pullich in die Abwehrzentrale zog. Jonas Schaper sollte in der Offensive für Entlastung sorgen – das ließ die Borussia freilich nur selten zu. Stattdessen „klingelte“ es bis zur Pause dreimal im Millinger Gehäuse.

Nach 34 Minuten tauchte Daniel Müller elegant ab und verlängerte die Vorlage von Tim van Husen per Kopf akrobatisch ins Netz zum 1:0. Mit dem fünften Saisontreffer des Routiniers in der Veener Sturmmitte war der Bann gebrochen und zugleich das Startzeichen für Dennis Tegeler gegeben. Der neue Kapitän erhöhte in der 43. Minute nach klugem Zuspiel von Julian Meier elegant auf 2:0 und ließ mit dem Pausenpfiff auch noch den dritten Treffer folgen. Per Lupfer hatte Müller hier die Vorarbeit geleistet.

Millingens Versuch, dem Spiel nach dem Seitenwechsel durch den Positionstausch von Pullich und Schaper noch einmal eine Wende zu geben, blieb ohne Wirkung. Der SVM steigerte zwar seine Anstrengungen, vermochte die Borussia damit aber nicht sonderlich zu imponieren. Veen nahm das Tempo aus dem Spiel, durfte bei Tegelers drittem Streich nach Vorarbeit von Patrick Bertsch Mitte des zweiten Durchgangs aber noch ein viertes Mal jubeln. „Dass wir nach dem dritten Spiel in sieben Tagen dann das Tempo heraus genommen haben, ist verständlich“, gab sich Hauk mit dem Resultat zufrieden.

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„Die Borussia war uns in allen Belangen überlegen“, gratulierte Hierling derweil seinem Kollegen. „Es ist schon lange her, dass uns eine Mannschaft derart auseinander genommen hat“, fügte er hinzu. Der SVM hat sich mit nur einem Zähler auf dem Konto im Ligakeller eingenistet. „Und wir müssen uns darauf einstellen, dass es ein langer Weg werden wird, ehe wir da wieder heraus kommen.“ Hierlings Konsequenz: Er wird die Schlagzahl erhöhen und sein Team künftig dreimal pro Woche zum Training bitten. „So lange, wie wir der Musik hinterher rennen!“

Zum Feiern war derweil nur der Borussia zu Mute. „Wir können jetzt ohne Druck in das nächste Spiel gehen“, freute sich Hauk. Das findet bereits am Freitag in Orsoy statt, weil die Veener danach wieder einen Termin haben. Auf der Kirmes soll dann weiter gefeiert werden.

Borussia Veen: M. Grewe; Münzner, Minten, Terlinden, Schultz, Meier, J. Höptner (46. Bertsch), Tegeler, Müller, van Husen (76. Schmitz), L. Höptner (60. Willemsen).

SV Millingen: Lauderbach; Martin, S. Lau, Pullich, J. Lau, D. Schmengler, Franke (80. Brand), Nadarevic (69. M. Schmengler), Manko (83. Carrino), Böttcher, Schaper.

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