Borussia Veen gibt in Sonsbeck die Richtung vor

Fußball-Bezirksliga : Borussia Veen gibt die Richtung vor

Im Duell der beiden Aufsteiger am Samstag steht die „Zweite“ des SV Sonsbeck unter Druck. Die „Krähen“ liegen elf Tabellenplätze vor den Rot-Weißen.

Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, da saßen die Fußballer des SV Sonsbeck II und von Borussia Veen gemeinsam am Grill. Aus gegebenem Anlass; die Mannschaften waren durch die Kreisliga A gezogen und durften sich in holder Eintracht den Aufstieg schmecken lassen. Am Samstag sehen sich die Teams wieder. Der Grill bleibt im Schuppen; in dienstlicher Mission ertönt der Anpfiff im Willy-Lemkens-Sportpark um 15.15 Uhr.

Auch die Voraussetzungen haben sich sechs Monate nach dem gemeinsamen Einzug in die Bezirksliga grundlegend geändert. „Wir müssen gewinnen“, bringt’s SVS-Trainer Johannes Bothen auf den Punkt, „die Borussia möchte gewinnen.“ Elf Punkte und elf Tabellenplätze liegt der SVS II hinter den Gästen zurück. Und weil Misserfolge im Abstiegskampf schwer wiegen, schaut Bothen einmal mehr, was sich in Sonsbecks erster Mannschaft während der Woche getan hat: „Wenn da alle gesund geblieben sind, dann wäre es natürlich prima, wenn zwei oder drei Spieler abgestellt würden.“

Und wenn er noch die Richtung vorgeben dürfte: „Wir brauchen Spieler, die vorne knipsen.“ Aus Reihen seines Kaders gab’s beim 3:1 in Budberg, die erfreuliche Nachricht, dass Max Giesen nach Verletzungspause für knapp eine halbe Stunde auf dem Spielfeld stand. „Das passte schon wieder“, fand Bothen, der den 21-Jährigen also wieder in der Defensive einplanen kann. Weiterhin fehlen werden dagegen Lukas Ridder und Jonas Gerritzen. „Wir müssen abwarten, was sich in der Winterpause tun wird“, hofft Sonsbecks Trainer auf das Transfergeschehen in erster und zweiter Mannschaft.

Die Borussia reist als Tabellendritter an. Ihr Trainer weiß um die Sympathie und Achtung, die sich beide Mannschaften entgegenbringen, dennoch vergisst Christian Hauk auch die Rivalität nicht. „Der SVS wird gegen uns ein ganz anderes Gesicht zeigen“, erwartet er „einen bärenstarken Gegner“ und für seine Auswahl „eine ganz harte Nuss“.

Die letzten Spiele der Borussia, das 2:3 in Homberg und am Sonntag das 2:2 gegen Goch, beide mit Gegentoren in den letzten Minuten, setzt er nun in einen Appell an sein Team um. „Wir müssen 90 Minuten kompakt stehen und konzentriert sein. Wir können nicht davon ausgehen, dass hinten nichts passiert.“ Sein Kader ist nicht komplett. Eike Schultz muss nach Roter Karte noch dreimal zuschauen, ehe er der Mannschaft auf dem Platz wieder helfen kann.

Marius Gietmann droht erkrankt auszufallen, auch Ken Klemmer, gegen Goch erst Torschütze, dann verletzt ausgeschieden, zwickt‘s immer noch im Oberschenkel. Aber auch dezimiert sieht Hauk die Möglichkeiten der Borussia. „Wir erspielen uns in jedem Spiel unsere Chancen und machen unsere Tore“, vertraut er seinen Akteuren auch im Hinblick auf den späteren Abend.

„Ein Glühwein nach dem Spiel wäre bei diesen Temperaturen vielleicht nicht schlecht“, schlägt er vor. Auch Bothen hat eine Idee. „Die Mannschaft wird den Abend gemeinsam ausklingen lassen. Es spricht nichts dagegen, dass sich die Borussia anschließt“, sagt er. „Die Wirte in Sonsbeck werden jedenfalls keinen Veener vor die Tür setzen.“

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