Borussia Veen erwartet SSV Lüttingen zum Spitzenspiel

Fussball : Spitzenspiel in Veen: Erster gegen Vierten

Fußball-Kreisliga A: Borussia-Trainer Hauk weiß: „Wir bekommen nichts geschenkt.“ SSV-Coach Krupic bestätigt das.

Viktoria Alpen hat Fahrt aufgenommen. Der letztjährige Tabellendritte der Kreisliga A hat mit zehn Punkten aus den letzten vier Begegnungen unterstrichen, dass er auch in dieser Saison wieder ein gewichtiges Wort an der Spitze mitreden möchte. Die Mannschaft um ihren Trainer Jörg Schütz eröffnet heute um 19.30 Uhr den siebten Spieltag und hat die Möglichkeit, sich mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den ESV Hohenbudberg zumindest bis Sonntag auf den dritten Rang vorzuschieben.

„Das 4:0 in Büderich war ein ganz großer Schritt für uns“, erinnert Schütz an das Spiel vom vergangenen Wochenende, als beim damaligen Tabellenzweiten eigentlich alles passte. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann hat es jede Mannschaft schwer gegen uns“, schiebt der Coach mit Blick auf das heutige Spiel schnell nach. Phillip Brand, als Ersatzspieler in die Partie gegangen, hat inzwischen erfahren, dass er nach seinem Platzverweis in Büderich in den nächsten vier Partien nur als Zuschauer dabei sein darf.

Das Spitzenspiel des Sonntags findet im Norden des Kreises statt, wo Tabellenführer Borussia Veen den Ligavierten SSV Lüttingen zum Derby bittet. Zwei Punkte machen nachdenklich, was den Spitzenreiter betrifft. Zum einen wartet die Borussia schon seit längerer Zeit auf einen Heimsieg gegen den SSV – zuletzt gelang das auf die Woche genau vor vier Jahren, als Malte Gebekken den Treffer zum damaligen 1:0-Sieg erzielte. Zum anderen mussten die Veener am vergangenen Sonntag erstmals in dieser Spielzeit den Platz geschlagen verlassen. Hat das 2:5 beim Rumelner TV Spuren hinterlassen? „Ach, alles ganz locker“, winkt Trainer Christian Hauk sofort ab. „Irgendwann musste es ja mal passieren“, erklärt er und betont im gleichen Atemzug, dass die erste Niederlage der Saison auch ihre gute Seite hat. „Meine Mannschaft hat gesehen, dass sie in jeder Minute des Spiels arbeiten muss. Wir bekommen nichts geschenkt – bestimmt auch nicht am Sonntag vom SSV.“

„Sicherlich nicht“, gibt ihm Denis Krupic prompt zur Antwort. Für den Co-Trainer der Lüttinger deutet sich ein Spiel an, in dem die Tagesform entscheidend sein dürfte. „Man hat gesehen, dass Veen nicht unverwundbar ist“, erklärt er. Zwei wichtige Akteure werden nicht dabei sein. Auf Veener Seite fällt Daniel Müller nach seinem Rippenbruch aus, während der SSV den durch eine Muskelfaserriss aus dem Spiel genommenen Max Stapelmann ersetzen muss.

Nutznießer des Derbys in Veen könnte Concordia Ossenberg sein. Der Tabellenzweite, vor dem Spieltag punktgleich mit der Borussia, empfängt den immer noch sieglosen TV Asberg. Leichtes Spiel also? „Es wird uns nicht passieren, dass wir eine Mannschaft nur an ihren bisherigen Ergebnissen messen und sie auf die leichte Schulter nehmen“, versichert Concordias Trainer Björn Quint.

Neben dem Rumelner TV ist allein noch der SV Sonsbeck II in der Liga bislang ohne Niederlage geblieben. Mit zwölf Punkten liegt die Auswahl von Trainer Johannes Bothen in Lauerstellung auf dem fünften Rang. Gegner am Sonntag ist der Vorletzte FC Neukirchen-Vluyn, der seinerseits immer noch auf den ersten Sieg seiner noch jungen Vereinsgeschichte warten muss. „Allein unter diesen Voraussetzungen wäre es peinlich, wenn wir das Spiel in den Sand setzen würden“, sagt Bothen. Daniel Vengels hat sich den Mittelhandknochen gebrochen – für einen Torwart kommt das gar nicht gut und bedeutet einen Ausfall bis zur Rückrunde.

Auf der Asche des Aufsteigers SV Scherpenberg II muss der SV Büderich beweisen, dass das 0:4 gegen Alpen keine Spuren hinterlassen hat. Der Ligasechste bangt um den an der Schulter verletzten Markus Dachwitz; der nach Ampelkarte gesperrte Fabian Kirsch ist ohnehin nicht dabei.

Knapp über den Abstiegsrängen rangieren der SV Millingen und der SV Orsoy. Der SVM tritt ohne den beruflich verhinderten Max Pullich beim FC Rumeln-Kaldenhausen an. Jonas Schaper wird erst zur zweiten Halbzeit zum Team stoßen. Nach dem 1:7-Debakel in Rheurdt ist das Orsoyer Team auf heimischer Anlage um Wiedergutmachung gegen den Tabellennachbarn MSV Moers bemüht. Fatih Sanverdi darf nach abgesessener Rotsperre wieder mitwirken.

Mit einem speziellen Wunsch tritt Schlusslicht SV Budberg II die Fahrt zum VfL Rheinhausen an. „Wir wollen einmal das Glück haben, einen Ball zur 1:0-Führung rein zu murmeln“, sagt Trainer Nisfad Grgic angesichts früher Gegentore und vieler vergebener Chancen, die den Neuling auch nach sechs Spieltagen immer noch auf den ersten Saisonpunkt warten lassen.