Fußball am Niederrhein : Borth und Millingen fordern Reaktion

Vier von sieben Nordvereinen in der Kreisliga A wollen am Mittwoch den ersten Saisonsieg einfahren.

In der Kreisliga A geht es Schlag auf Schlag weiter. Die „englische Woche“ steht vor der Tür. Vier von sieben Nordvereinen wollen morgen den ersten Saisonsieg einfahren.

Nach dem 3:1-Auftaktsieg von Viktoria Alpen gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephhuysen geht es für die Mannschaft von Jörg Schütz beim SV Orsoy um die nächsten drei Punkte. Der Trainer sieht noch viel Luft nach oben. „Die Mannschaft war noch sehr nervös. Man weiß natürlich noch nicht, wo man steht“, sagt der Coach, der auf der Sportanlage am Gildenkamp mit schwierigen Platzverhältnissen rechnet. Orsoy-Trainer Daniel Zvar hat den kommenden Gegner genau beobachtet. Er weiß: „Es wird ein enges Spiel. Alpen ist sehr schwer zu bespielen.“ Im Hinterkopf des 43-Jährigen geistert nach wie vor die herbe 13:2-Pleite vom letzten Spieltag der vergangenen Saison. „Die wollen wir natürlich wiedergutmachen“, hofft Zvar, der weiterhin auf Kilian Cüneyt Rabe, Masen Kurdi und Zahid Yalvac verzichten muss.

Der SV Millingen und der TuS Borth sind gewillt, eine Reaktion zu zeigen. Borth-Coach Frank Misch hat die 1:6-Niederlage gegen Concordia Ossenberg genauestens analysiert und viele Einzelgespräche geführt. Viel Zeit bleibt nicht, den Schalter umzulegen. Auf Asche möchte der Aufsteiger beim SV Scherpenberg II den Fehlstart unbedingt vermeiden. Den TuS erwartet eine „Wundertüte“, wie Misch meint: „Man weiß nicht, ob sie Spieler aus der Landesliga-Mannschaft aufstellen, die natürlich einen erheblichen Qualitätsunterschied ausmachen können.“ Misch muss allerdings ohne den gelb-rot-gesperrten Mathias Malorny auskommen. Ähnlich enttäuschend verlief auch der Saisonstart des SV Millingen.

Mit 1:7 ging der SVM beim FC Rumeln-Kaldenhausen baden. Nisfad Grgic nimmt seine Elf in die Pflicht. „Das ist den Jungs bewusst“, berichtet er. Der 34-Jährige blickt schon jetzt voller Optimismus auf ein „spannendes Flutlichtspiel“ gegen den TV Asberg.

Auch Mirco Dietrich, Trainer von Concordia Ossenberg war durchaus überrascht vom starken Auftritt der Rumelner gegen den SV Millingen. „Ich hatte sie eigentlich nicht so auf dem Schirm, aber Rumeln hat sich gut verstärkt“, lautet seine Analyse. Silas Baumbach wird nach seinem Frustfoul im Derby gegen den TuS Borth sicherlich einige Wochen fehlen. Dietrich rechnet mit einer vierwöchigen Rot-Sperre, kann aber im Heimspiel gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen wieder auf die Dienste von Jan Strüngmann zählen.

Zwei weitere Lokalrivalen, die am ersten Spieltag aufeinandergetroffen sind, haben ebenfalls einen echten Brocken vor der Brust. Der SSV Lüttingen bekommt es mit dem ESV Hohenbudberg zu tun. Auf heimischem Kunstrasen hat Stefan Kuban einen klaren Plan: „Wir wollen ihnen den Spaß am Fußball nehmen und sehr früh pressen.“ Der Gegner aus dem Süden hat sich mit einigen erfahrenen Bezirksligaspielern verstärkt und gehört für Kuban deshalb zu den „großen Favoriten.“ Einen schwerwiegenden Ausfall hat der Coach trotzdem zu beklagen. Linksverteidiger Max Stapelmann sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab, dafür kehrt mit Topstürmer Jannik Schweers ein wichtiger Mann in den Kader zurück.

Der TuS Xanten muss nach einem „überzogenen Platzverweis“ gegen Marvin Braun auf eine „wichtige Säule“ verzichten. Ein großes Manko für Thomas Dörrer, für den die Derbyniederlage gegen Lüttingen keinen Beinbruch darstellt. „Wir sind noch nicht so weit und müssen uns in Geduld üben“, erklärt er.

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