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Tanzsport: Börning Boogies tanzen ins WM-Finale

Tanzsport : Börning Boogies tanzen ins WM-Finale

Die Boogie Woogie-Formation der Xantener Quibbles belegte bei den Weltmeisterschaften in Prag den fünften Platz.

Aus einer Bierlaune heraus hatten sich 2010 die Börning Boogies gegründet. Sie schlossen sich der Tanzsportgemeinschaft Niederrhein, den Quibbles, an. Die Premiere bei Deutschen Meisterschaften im Boogie Woogie nach nur fünf Monaten Vorbereitung endete nicht überraschend auf dem letzten Platz. Doch ihr Ehrgeiz war geweckt. Und der Trainingseifer sollte sich lohnen. Denn jetzt durfte die Formation, die aus sechs festen Paaren besteht, bei den Weltmeisterschaften in dieser Tanzsportart in Prag auftreten. Und die WM-Reise in die Hauptstadt Tschechiens endet mit einem großartigen fünften Rang. Andreas Ahls, Sportwart des Vereins sowie Trainer und Bestandteil der Börning Boogies, fasste die Platzierung in einem Wort zusammen: "Wahnsinn."

Dabei lief die Vorbereitung alles andere als optimal. Wegen eines familiären Schicksalschlags konnten die Übungseinheiten nicht wie geplant stattfinden. Bei den Deutschen Meisterschaften traten nur vier der sechs Paare an. So war das Resultat, der letzte Rang, nicht verwunderlich. Bereits Wochen zuvor hatte der nationale Verband die Formation des Xantener Vereins mit zwei anderen deutschen Mannschaften für die globalen Titelkämpfe nominiert.

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In Prag traten die Börning Boogies zu zwölft, also komplett, an. Natascha Nuske, die es beruflich nach München verschlagen hat, war zudem als Ersatzfrau dabei. Neben den Boogie Magic's aus Hohenbrunn und Three Generations aus Trostberg kamen die Konkurrenten aus Russland, Italien, der Schweiz sowie Tschechien. Primäres Ziel der Domstädter war der Einzug ins Finale.

Das Trainer-Ehepaar Angelika und Andreas Ahls hatten für die dreiminütige Choreographie die Rockabilly-Version des Songs Satellite (Stefan Raab feat. Lena Meyer Landrut) ausgewählt. Die junge Truppe überzeugte während des Turniers weniger mit ausgefeilten Grundtechniken, sondern vielmehr durch die Oberkörper-Ausstrahlung. "Wir haben zudem viel Wert auf die ruhigen, stabilen Armbewegungen und die Synchronwirkung gelegt", sagte Andreas Ahls. Und die Wertungsrichter verteilten bereits in der Vorrunde so viele Punkte, dass die Formation vom unteren Niederrhein nur knapp die direkte Finalqualifikationsrunde verpasste.

Über den Umweg Hoffnungsrunde, in der Nuske zum Einsatz kam, wurde das avisierte Ziel dann doch erreicht. "Es gab keine Fehler und eine Steigerung in der Synchronität sowie Dynamik", meinte Ahls.

Vor einer beeindruckenden Kulisse folgte am Abend der dritte WM-Auftritt. Und wieder lief es wie am Schnürchen. Die Börning Boogies holten das Optimale aus sich raus. So sprang der nie für möglich gehaltene fünfte Platz heraus. Neben dem Applaus gab's auch einen schicken Pokal, der einen Ehrenplatz in der Glasvitrine des Vereinsheims bekommt. Kurz nach den Weltmeisterschaften erfuhr Ahls dann via Telefon, dass der internationale Verband die Vorstellung sogar noch mit einem Preisgeld von 500 Euro honorieren wird. Der Sportwart hofft nun, dass der WM-Erfolg neugierige Tänzer zu den "Quibbles" führt, die Boogie Woogie erlernen möchten. "Denn wir wollen diese Abteilung weiter ausbauen."

(RP)