Schlusslicht war eine Hälfte lang ebenbürtig: BGL-Herren halten länger mit als gedacht

Schlusslicht war eine Hälfte lang ebenbürtig : BGL-Herren halten länger mit als gedacht

Nur mit acht Spielern fuhr das Schlusslicht der Basketball-Regionalliga nach Herford. Der Rumpfkader verkaufte sich teuer. Die Hausherren bekamen erst in Hälfte zwei Zugriff und gewannen mit 96:63.

Zur Halbzeit hatten die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort, die Hoffnung bei der BBG Herford zwei Zähler mitzunehmen. Da lag das Schlusslicht mit 36:34 vorne. Doch da die BGL nur mit acht Spielern antreten konnte, fehlten im zweiten Durchgang die Kräfte. So gab’s am Ende doch noch die erwartete 63:96 (34:36)-Niederlage.

So mussten die Lintforter verletzungsbedingt auf Patrick Wittich, Mark Sengutta und Oskar Mellmann verzichten. Thomas Achtermeier fehlte aus beruflichen Gründen. Till Achtermeier reiste trotz akuter Erkältung mit, der seit wenigen Wochen beruflich in Bremen lebende Michael Schmak trat den Weg aus der Hansestadt nach Herford trotz Trainingsrückstand an. Hinzu kam, dass Janosch Feige und Paul Krüger gesperrt fehlten. Letzterer konnte nur zusehen, weil trotz Protests der BGL gegen die Disqualifikation Krügers der Westdeutsche Basketball-Verband nicht innerhalb einer Woche in der Lage war, über den Einspruch der Lintforter zu entscheiden. In dem Fall gilt: Keine Entscheidung gleich Sperre.

Entsprechend trat die BGL mit einem Rumpfkader in Herford an. Dorian Tiggelkamp aus der zweiten Herrenmannschaft reiste als achter Spieler mit nach Ostwestfalen. Nichtsdestotrotz ging die BGL von Beginn an unbeeindruckt von ihrer eigenen Misere ins Spiel und erwischte die Hausherren damit auf dem falschen Fuß. In den ersten Minuten konnte vor allem Leutrim Ebiballari einige wichtige Würfe versenken und seinem Team damit zu einer Führung verhelfen.

Insbesondere Lennard Schild ging mit mutigem Beispiel voran und sorgte mit dem Rest der klar unterlegenen BGL dafür, dass den knapp 200 Zuschauern in Herford zunehmend der Kamm schwoll. Schild sammelte bis zur Halbzeit 13 Rebounds ein und erzielte zehn Punkte, ging damit mit einem Double-Double in die Kabine.

Doch nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann, auf welcher Seite des Spielfelds die individuelle Klasse und Cleverness zu finden war. Die Kräfte schwanden, und so verlor die BGL die Partie noch recht deutlich. „Ich bin stolz, dass wir trotz der unfassbaren Personalprobleme in Halbzeit eins gezeigt haben, dass wir auch mit der zweiten Garde konkurrenzfähig sind“, sagte Trainer Tobias Liebke.

Punkte: Schild (15), Ebiballari (13), Schmak (12), Füllbrunn (10), Tiggelkamp (5), Illbruck, Töps (je 3), Ti. Achtermeier (2).

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