Basketball: BG Lintfort hält nur 17 Minuten mit

Basketball : BG Lintfort hält nur 17 Minuten mit

Regionalliga-Basketball: Das Team von Tobias Liebke unterlag den Elephants mit 45:86. Senol Özkandemir verletzte sich am Knie.

17 Minuten waren zu wenig. So lange hielten die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort beim Tabellenführer Elephants Grevenbroich mit. Doch danach drehten die Gastgeber auf. Insbesondere Marko Boksic, der insgesamt 42 Punkte holte, war nicht zu bremsen. Und so setzten sich die Hausherren mit 86:45 (42:26) durch. Dabei spiegelt aber vor allem der Halbzeitstand nicht das Spielgeschehen wider.

Denn 17 Minuten lang war die BGL als krasser Außenseiter in der Lage, den Gastgebern von der Erft Paroli zu bieten. 27:26 lautete der Stand nach eben dieser gespielten Zeit. Lintfort lag gut im Rennen. Mit einem 15:0-Lauf in den letzten drei Minuten vor der Pause sorgten die Grevenbroicher aber schon früh für klare Verhältnisse.

BGL-Coach Tobias Liebke und seine Spieler waren mit einer gesunden Portion Realismus in die Begegnung gegangen, auch da mit Jamie Töps (Leiste) und Paul Krüger (Handgelenk) zwei schwer angeschlagene Korbjäger die Reise mit angetreten hatten. Dennoch wollte man sich ordentlich verkaufen und zumindest effizienter auftreten als im ersten Saisonduell gegen den Deutzer TV. Das gelang aber nur die erste Viertelstunde.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber daher leichtes Spiel. Auch weil mit Michael Schmak und Janosch Feige zwei Lintforter schon mit vier persönlichen Fouls kein Risiko mehr eingehen konnten, um nicht frühzeitig von der Bank zuschauen zu müssen. Entsprechend einseitig verlief die zweite Halbzeit, in der die BGL zunächst das Wurfglück verließ, später schließlich auch die Kräfte nicht mehr da waren.

Dennoch wollte Coach Tobias Liebke, dessen Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz liegt, der Niederlage keine allzu große Bedeutung zukommen lassen: „Wir wussten, was uns hier heute erwartet. Dass wir mit zwei Punkten im Gepäck heimfahren, war nicht zu erwarten. Wir haben das eine Halbzeit lang gut gemacht und die Ansätze gezeigt, die Mut für andere Partien machen.“ Mit der Leistung wie in den ersten 20 Minuten hätte sein Team gegen Deutz gewonnen.

„Aber wir haben gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir 100 Prozent unseres Leistungsvermögens abrufen. Bei nur 90 Prozent wird’s dann aber verdammt schwer, noch Zählbares zu holen.“

Nun gilt es, zu hoffen, dass sich Backup-Center Senol Özkandemir nicht allzu schwer am Knie verletzt hat und er schon am kommenden Wochenende im Spiel gegen Ibbenbüren wieder voll mitwirken kann.

 Punkte: Till Achtermeier (10), Mellmann, Feige (je 8), Schmak (7), Schild (5), Ebiballari (3), Thomas Achtermeier, Özkandemir (je 2).

(BB)
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