Das Rennen mit der Schnecke Schmutzig machen erlaubt beim Xantener Crosslauf

Xanten · Beim Stadioncross des TuS Xanten ist niemand sauber geblieben. 315 Läuferinnen und Läufer kamen ins Ziel. Warum die vergrößerte Schnecke auf dem Ascheplatz gut ankam.

 Waren in Xanten beim U12-Lauf dabei: Lia Janßen (vorne), Benedikt Schulz und Lotta Matlé.

Waren in Xanten beim U12-Lauf dabei: Lia Janßen (vorne), Benedikt Schulz und Lotta Matlé.

Foto: Jakob Klos

Ferdi van Heukelum versuchte den kleinsten Teilnehmern des fünften Xantener Stadion-Crosslaufs kurz vor dem Start des Kinder-Fun-Run die Anspannung zu nehmen. „Heute dürft ihr euch richtig schmutzig machen“, sprach der Moderator in sein Mikrofon. Kurz danach wurden die Fünf- bis Siebenjährigen auf die Strecke geschickt. Jonathan Verheyen war der Erste, der den Zielstrich nach 2:55 Minuten überquerte. Sauber kam niemand nach den 640 Metern an. So mancher hatte sogar Matschespritzer im Gesicht. Das war den Kindern aber egal. Vielmehr waren sie glücklich darüber, das Stadioncross-Auftaktrennen geschafft zu haben. 379 Läuferinnen und Läufer hatten sich insgesamt für die fünfte Auflage auf der Sportanlage am Fürstenberg angemeldet, 315 wurden schließlich von der Zeitnehmer-Firma TAF-Timing im Ziel registriert.

„Ich würde empfehlen, mit Spikes zu laufen“, sagte Roland Seerau nach seinem Rennen über die Mittelstrecke zur richtigen Schuhwahl. Der 63-Jährige, der dem Hauptvorstand des TuS Xanten angehört und schon bei über 50 Marathons dabei war, wurde Siebter seiner Altersklasse. 3810 Meter hatte Seerau zurückgelegt, war über die Aschebahn am Rasenplatz, Wiesenabschnitte, durch die Sandsprunggrube und über den matschigen Tennenplatz gelaufen. Besonders gelungen fand er die Schnecke, dem Laufkarussell, das es so nur in Xanten gibt. Die Hauptorganisatoren, Anna-Lina Dahlbeck und Christoph Verhalen, hatten auf die Anmerkungen einiger Aktiver reagiert und im Vergleich zum Vorjahr den inneren Kreis vergrößert und zudem jede Laufspur verbreitert.

So hatte die Schnecke diesmal ein Durchmesser von rund 42 Metern. Daher waren die sechs Rennen länger als in der Ausschreibung angegeben. Das störte aber niemanden. „Es gab wieder sehr viele positive Rückmeldungen, auch weil unserer Stadioncross sehr familienfreundlich ist“, freute sich Dahlbeck.

Sie hatte mit ihrem Verlobten kurzfristig entschieden, diesmal keine Heuballen als Hindernisse zu verwenden, sondern zwölf selbst gebaute Hürden aufzustellen. „Wir bringen die Heuballen eigentlich immer zum Bauern zurück, damit er sie an die Tiere verfüttern kann. Bei dem Wetter wäre das aber nicht möglich gewesen. Das Heu hätte man dafür nicht mehr nutzen können“, so Dahlbeck, die einen der von Verhalen selbst gebauten LED-Holz-Leuchten-Pokale wieder mit nach Hause nehmen konnte.

Denn die Leiterin der Leichtathletik-Abteilung des TuS gewann den Frauen-Lauf über die Mittelstrecke in 14:41 Minuten. Platz eins in der Männer-Wertung ging an Armin Gero Beus vom SV Sonsbeck (13:39), der sich in der letzten Runde in der Schnecke absetzte. Auf der 7460 Meter langen Langstrecke wurde Luca Fröhling seiner Favoritenrolle gerecht. Der Gocher, der am Vortag die zweite Etappe der Duisburger Winterlaufserie über 7,5 Kilometer gewonnen hatte, wurde am Fürstenberg in 25:48 Minuten Erster. Jenny Laschet von den Krefelder Seidenraupen gewann die Frauen-Wertung (34:34).

Beim Xantener Stadioncross wurden auch die Regionsmeister ermittelt. Im Nachwuchsbereich gingen die Titel unter anderem an Marius Samaniotto (M10) und Nora Ebel (W11) von der LG Alpen, Nele Schäfer (W13) und Léa Topp vom SV Sonsbeck sowie Katharina Pontow (W15) vom Moerser TV.

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