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Lokalsport: Bei der DLRG Alpen purzeln die Rekorde

Lokalsport : Bei der DLRG Alpen purzeln die Rekorde

Die Siegerehrung des Nikolausschwimmens rückte neben anderen Glanzleistungen das Duell der neunjährigen Zwillingsbrüder Nick und Kai Busch in den Mittelpunkt. Gegenseitig trieben sie sich zu neuen Rekorden im Freistil.

Dass die Senioren der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Alpen auf höchstem Leistungsniveau schwimmen, ist inzwischen allseits bekannt. Allein bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in französischen Montpellier räumte die Ortsgruppe fünf Medaillen ab. Doch wer sich auf internationaler Ebene herausragend gut bewegen will, der muss in jungen Jahren die Grundlagen dafür legen. Training, Training und noch mal Training lautet die Devise.

Alljährlich beim traditionellen Nikolausschwimmen demonstriert der Nachwuchs der Rettungsschwimmer, wie erfolgreich er im Wasser bereits unterwegs ist. "Auch dieses Jahr lieferten die Sechs- bis 14-Jährigen im Rahmen des Nikolausschwimmens den Beleg dafür", sagte Günter Helbig bei der Nikolausfeier. Der DLRG-Vorsitzende gebrauchte ganz bewusst das Wort "Glanzleistungen", als er die Ergebnisse vortrug. Denn neben den Gewinnern der Vereinstitel strich Helbig besonders die vier neuen Vereinsrekorde heraus, die zeigen, dass es für die Alpener DLRG-Rettungsschwimmer keinen Stillstand gibt. Es geht immer weiter - eine Devise, mit der sich in einer anderen Sportart bereits ein Torhüter des FC Bayern München Respekt verschaffte und letzten Endes Weltberühmtheit erlangte.

Gleich zwei neue Vereinsrekorde stellte Greta Bücken auf. Die Neunjährige verbesserte beim Nikolausschwimmen vor zwei Wochen nicht nur die 2001 aufgestellte Bestzeit von Pia Schütz über 50 Meter Freistil um 1,60 Sekunden, sondern brach auch den acht Jahre anhaltenden Vereinsrekord über 50 Meter Brust von Alexandra Scholz - den allerdings nur um den Wimpernschlag von zwei Hundertstelsekunden. Das lohnte sich für sie gleich dreifach: Einen Pokal erhielt sie für die beste sportliche Einzelleistung, einen Wanderpokal für die beste sportliche Gesamtleistung und eine Goldmedaille für den Wettkampfsieg in der Altersklasse 2005 der Mädchen. Ein wenig nervös war Greta schon, als sie mit den Trophäen bepackt auf der Bühne stand. Ein schönes Gefühl war dies trotzdem, verriet das Mädchen. "Ich mag den Wettkampf und trainiere hart dafür. Deshalb ist es schön, wenn man gute Ergebnisse erzielt und dafür auch ausgezeichnet wird", sagte Greta lächelnd.

Das konnte Nick Busch bestätigen. Auch der Neunjährige bekam den Pokal für die beste sportliche Einzelleistung verliehen. Es war im Übrigen der erste große Preis, den der Junge mit nach Hause nehmen durfte. "Mein Zwillingsbruder Kai war sonst immer ein bisschen besser als ich", erzählte der Preisträger. Dieses Jahr lief es etwas anders - mit beeindruckendem Ergebnis: Nick Busch brach den seit 2000 bestehenden Vereinsrekord über 50 Meter Freistil von Kai Bitschinski um beachtliche 3,71 Sekunden. Das Besondere: Sein Bruder brach den Rekord im gleichen Wettkampf ebenfalls, allerdings unterbot Kai dessen Ergebnis nochmals. "Das war ganz schön spannend", bemerkte der Neunjährige.

Spannend verliefen aber auch die übrigen Wettkämpfe in der Alpener Schwimmhalle: In der Altersklasse 2008 über einmal 25 Meter holten Zoé Alina Voetee und Nicklas Dierkes den Sieg. Ebenso gewannen Lisa Schostok und Jannis Rösken (Altersklasse 2007) über dreimal 25 Meter, Julia Kolodzy und Frederik Tenbergen (Altersklasse 2006) über dreimal 25 Meter), Greta Bücken und Kai Busch (Altersklasse 2005) über dreimal 50 Meter sowie Lea SpIiethoff und Lynnard Kung (Altersklasse 2004) über ebenfalls dreimal 50 Meter.

Lynnard Kung verbesserte zudem den 2006 gesetzten Vereinsrekord von Frank Ackermann im 50 Meter Brustschwimmen um 1,60 Sekunden. In den Disziplinen dreimal 50 Meter Retten setzten sich Maria Finck und Timo Windhuis (Altersklasse 2003/2002) sowie Estelle Steidten und Jan-Hendrik Bücken (Altersklasse 2001/2000) durch.

Sie alle durften sich im Glanz ihrer Medaillen und Pokale sonnen. Und wie sie so dasaßen und in die Linse des Fotografen strahlten, drängte sich dem Beobachter der Eindruck auf, als heckten sie insgeheim schon die nächsten vielleicht noch größeren Taten aus. Man wird davon hören - eventuell schon beim nächsten Nikolausschwimmen.

(beaw)