Lokalsport: Beherzter Schlussspurt wird belohnt

Lokalsport: Beherzter Schlussspurt wird belohnt

Leichtathletik: Rahel Brömmel vom SV Sonsbeck rannte bei der NRW-Meisterschaft über 1500 Meter auf den Bronzeplatz. Tim Reinders landete auf Rang fünf. Ein Fehlstart machte der Xantenerin Franzi Schuster zu schaffen.

Ein dritter Rang, ein fünfter Platz - eine Ausbeute, mit der René Niersmann sehr gut leben kann. "Mehr konnten wir nicht erwarten", sagte der Lauftrainer des SV Sonsbeck nach der NRW-Meisterschaft. Er war mit den U18-Leichtathleten Rahel Brömmel sowie Tim Reinders nach Dortmund in die Helmut-Körnig-Halle gefahren. Der Auftritt von Franziska Schuster (TuS Xanten) begann mit einem Nackenschlag.

Vor allem das Abschneiden von Rahel über 1500 Meter als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im erlesen Sterterfeld mit Deutschen Meisterinnen ist aller Ehren wert. Der Gymnasiastin gelang es in den ersten fünf Runden, mit den Favoritinnen mitzulaufen und den Anschluss zu halten. "Wir wollten sehen, wo wir vor der DM stehen", erläuterte Niersmann. Dann musste Rahel die Spitzengruppe ziehen lassen. Sie lag auf dem Bronzeplatz, als Anneke Vortmeier (ASV Duisburg) Meter um Meter aufholte und rund 350 Meter vor dem Ziel an sie heran lief.

Mit einem beherzten Schlussspurt verteidigte die Sonsbeckerin den Angriff, wurde hervorragende Dritte in 4:42,87 Minuten und ließ bei ihrem Trainer die Vorfreude auf die nationalen U20-Titelkämpfe Ende Februar in Halle (Saale) weiter anwachsen. Weiteres Highlight in der Winter-Saison wird für Rahel die Cross-DM in Ohrdruf am 10. März sein. Auch Tim Reinders möchte dort laufen.

Nachgemeldet: Franziska Schuster vom TuS Xanten landete über 200 Meter auf dem vierten Platz. Foto: Birkenstock

Für sein Rennen über 1500 Meter in Dortmund gab's von Niersmann ein großes Lob. Tim sei taktisch klug sein Tempo gelaufen. Zehn Teilnehmer machten sich auf den Weg. Er sortierte sich zunächst hinten im Feld ein. Nach 400 Metern fing der Xantener an, die ersten Konkurrenten einzusammeln. Auf der Zielgeraden überholte er noch Derk Steffens von der LG Olympia Dortmund und schob sich auf Rang fünf vor. Die Uhr stoppte nach 4:22,40 Minuten - neue persönliche Bestzeit.

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Auf diese Erfahrung hätte "Franzi" Schuster gerne verzichtet: Die Mehrkämpferin aus der Domstadt hatte sich für den Hürdensprint bei der NRW-Meisterschaft der U18-Jugend über 60 Meter so viel vorgenommen. Doch davon konnte sie nichts in die Tat umsetzen. Ein Fehlstart stoppte die Xantenerin abrupt. Zuvor war ihr ein Missgeschick unterlaufen, das sich negativ auf die Vorbereitung ausgewirkt hatte. Franziska hatte schon den Block eingestellt, als der Kampfrichter die TuS-Athletin drauf aufmerksam machte, dass sie eine falsche Startnummer tragen würde. "Franzi" hatte sich vergriffen und die Nummer ihres erkrankten Teamkollegen Nicolas Mayer ans Trikot geheftet. Zwar konnte sie die Startnummer tauschen, doch die Konzentration war weg. Tränen flossen nach dem unglücklichen Ausscheiden.

Dieser Fauxpas wirkte sich auch auf den Hochsprung aus, den die Xantenerin entnervt abbrach, als die Latte bei 1,54 Metern lag. "Die Aufmerksamkeit war weg. Das habe ich an dem enttäuschten Gesichtsausdruck gesehen", sagte Trainer Werner Speckert, der "Franzi" vorschlug, für den Sprint über 200 Meter nachzumelden. Gesagt, getan. Und so gab's noch eine Happy End für die Blondine. Obwohl die Mehrkämpferin die Distanz noch nie gelaufen war, landete sie auf dem vierten Platz in 25,69 Sekunden.

Das war's für die Xantenerin in der Hallen-Saison. Trotz erreichten Norm über 60 Meter wird sie nicht bei der U20-DM in Halle an der Saale an den Start gehen.

(PUT)