Basketball: Interview mit Trainerin Anika Illbruck-Schuurmann

Basketball-Bezirksliga : „Keine Begegnung ist ein Selbstläufer“

Die Trainerin der Rheinberger Basketball-Herren befindet sich mit der Mannschaft auf Landesliga-Kurs.

Auch die Bezirksliga-Basketballer des TuS 08 Rheinberg hatten wider Erwarten frei, weil Orkan „Sabine“ über NRW hinwegfegte. „Uns kann halt nur ein Sturm aufhalten“, witzelte Anika Illbruck-Schuurmann nach der Spielabsage gegen die Sterkrade 69ers II. Die Trainerin wollte nicht überheblich klingen, doch konnte bislang in dieser Saison noch kein Gegner dem Tabellenführer einen Punkt abluchsen. Alle Partien hat der TuS 08 für sich entschieden. Der Landesliga-Aufstieg rückt immer näher. Dort spielte noch nie eine Rheinberger Mannschaft um Punkte.

Frau Illbruck-Schuurmann, wer kann den Spitzenreiter noch aufhalten?

Anika Illbruck-Schuurmann Wir können uns selber ein Beinchen stellen oder uns das Verletzungspech in die Quere kommen. Kein Spiel ist ein Selbstläufer, jedes Spiel ist harte Arbeit.

Gibt’s denn im Moment langfristige Ausfälle zu beklagen?

Illbruck-Schuurmann Die erkälteten und an Grippe erkrankten Spieler sind wieder zurück. Mein Mann Dominik muss wegen einer Sehnen-Verletzung am Fuß operiert werden und fällt wohl für den Rest der Saison aus. Benjamin Kortwig steigt jetzt wieder ins Training ein. Es dürfen keine Leistungsträger langfristig wegbrechen, sonst könnte es eng werden.

Wer sind denn bislang die Leistungsträger in einem sehr überzeugend auftretenden Team?

Illbruck-Schuurmann Kapitän Thomas Schrader ist nicht wegzudenken. Er hält die Defence zusammen und ist auch vorne ein ganz wichtiger Mann. Auch Punkte-Mann Thomas Achtermeier sollte in der Saison-Schlussphase nicht fehlen. Christopher Hussmann ist unheimlich wichtig für den Spielaufbau, Marius Wönnmann einer der moralischen Stützen der Mannschaft.

Was macht die Truppe denn in dieser Saison so stark?

Illbruck-Schuurmann Es ist in erster Linie das tolle Mannschaftsgefüge und die starke Trainingsbeteiligung. Von dem 18-köpfigen Kader sind bei den Einheiten immer 15, 16 Mann dabei. Trotz des Konkurrenzkampfs herrscht stets gute Stimmung. Niemand ist auf den anderen neidisch, weil der andere mal mehr Spielzeit bekommt. Und es zündet immer mal ein anderer Spieler. So wie Youngster Jonas Gelen gegen die BG Duisburg II. Da hat er einen starken Eindruck hinterlassen. Und ich muss mal unsere tollen Zuschauer loben. Diese Unterstützung sucht in der Bezirksliga ihresgleichen.

Wann wird wohl eine Vorentscheidung um den Aufstieg fallen?

Illbruck-Schuurmann Im Heimspiel gegen die „Dritte“ der BG Duisburg West können wir den Sack schon zumachen, wenn wir bis dahin nicht verlieren. Wobei es sein kann, dass neben dem Meister dieser Gruppe auch noch der Zweite aufsteigt. Das hängt von verschiedenen Faktoren in den höheren Ligen ab.

Was würden Sie denn der Rheinberger Mannschaft in der Landesliga zutrauen?

Illbruck-Schuurmann Ich sehe dieses Team vom Leistungsvermögen noch längst nicht am Ende angekommen. Nehmen wir mal als Beispiel Daniel Smaglinski. Er konnte in dieser Saison noch nicht oft spielen. Sollte er die Sommer-Vorbereitung komplett mitmachen können, wäre er sicherlich nicht aus dem Stamm wegzudenken. Ich gehe fest davon aus, dass wir mit dem aktuellen Kader sehr gut in der Landesliga mithalten würden. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Spieler in der neuen Saison dabei bleiben.

Schauen Sie sich schon nach Verstärkungen um?

Illbruck-Schuurmann Nein, ich habe vollstes Vertrauen in meine Truppe und werde bestimmt nicht jemanden aktiv anwerben. Dieses Team hat Perspektive.