Basketball: BG Lintfort besiegt Citybaskets Recklinghausen mit 73:72

Janosch Feige wirft entscheidende Körbe : Sensationell: BG Lintfort bezwingt Recklinghausen ein zweites Mal

Basketball-Regionalliga: Das Schlusslicht gewann mit 73:72. Janosch Feige sicherte den zweiten Saison-Erfolg von der Freiwurflinie aus.

Das Team der Citybaskets Recklinghausen scheint den Basketballern des Regionalligisten BG Lintfort zu liegen. Wie schon im Hinspiel setzte sich das Schlusslicht sensationell mit 73:72 (47:29) durch. Bis zwei Sekunden vor dem Ende lagen die Lintforter noch mit 71:72 zurück. Doch ein nervenstarker Center Janosch Feige sicherte mit zwei Freiwürfen den zweiten Saison-Sieg. Und das, obwohl er nicht als der sicherste Freiwurfschütze seines Teams gilt. Der letzte Angriffsversuch der Gäste tippte zwar auf dem Ring herum, fiel zur Freude der knapp 200 Zuschauer aber nicht durchs Netz. Und dann stand die Glückauf-Halle Kopf.

Vor allem zu Beginn des Spiels war den Gästen nicht anzumerken, dass sie aus dem Hinspiel noch eine Rechnung zu begleichen hatten. Das Angriffsspiel wirkte pomadig, die BGL war das wachere Team. Und sie zeigte sich enorm treffsicher. Allein Paul Krüger sorgte mit fünf verwandelten Dreipunktwürfen im ersten Viertel dafür, dass sich die Klosterstädter schnell absetzen konnten. Nach fünf Minuten führte die BGL mit 19:9, am Ende des ersten Viertels stand’s 33:20. Auch im zweiten Abschnitt gaben die Hausherren den Ton an, obwohl Coach Tobias Liebke vor dem Spiel mehrere Hiobsbotschaften zu verkraften hatte. Aufbauspieler Oskar Mellmann hatte sich im Abschlusstraining einen Finger gebrochen, Patrick Wittich musste mit Rückenproblemen passen. Zudem fehlte Michael Schmak wegen einer Knöchelverletzung. So kam’s sogar zum Comeback von Maximilian Lipp, der den BGL-Kader zumindest auf neun Spieler aufstockte.

Diese machten ihre Sache weiter hervorragend. Angeführt vom überragenden Lennard Schild, den die Gäste zu keinem Zeitpunkt wirklich unter Kontrolle bekamen, spielten sich die Gastgeber in einen Rausch. Die Abwehrreihen standen sicher, vorne wurde der Ball gut laufen gelassen, immer wieder konnte die BGL erfolgreich abschließen. Bis zur Halbzeitpause wuchs der Vorsprung auf 18 Punkte an.

Für Liebke aber kein Grund, euphorisch zu sein. Er hatte schon in der Kabine die Vorahnung, dass es am Ende auf einen letzten Ballbesitz hinauslaufen würde. Und es kam, wie er vermutet hatte. Zur zweiten Halbzeit stand auf Gäste-Seite erstmals der grippegeschwächte Kapitän Christoph Bruns auf dem Feld und übernahm gemeinsam mit US-Boy Chris Longoria Verantwortung. Quasi zu zweit führten sie ihr Team Punkt um Punkt heran. Aus einem 52:39-Vorsprung (25.) wurde ein 56:47 (30.).

Vier Minuten vor dem Ende waren die Gäste beim Stand von 71:66 endgültig in Schlagdistanz. Zu diesem Zeitpunkt lief die BGL bereits auf dem Zahnfleisch. Nun ging es hin und her – bis es zu den entscheidenden zwei Punkten von Feige kam. „Solche Spiele machen mich stolz“, resümierte Liebke. Punkte: Krüger (18), Schild (17), Till und Thomas Achtermeier (beide 12), Feige (6), Töps (4), Ebiballari, Lipp (je 2).

(BB)
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