Lokalsport : Auf zur WM in die Niederlande

23 Rettungsschwimmer aus der Alpener DLRG-Ortgruppe haben sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

Deutschland gehört zu den führenden Nationen im Rettungsschwimmen. Bundestrainerin Susanne Ehling strebt mit ihrer Auswahl bei der Weltmeisterschaft vom 1. bis 18. September in den Niederlanden einen Platz unter den Top 5 an. Doch nicht nur die DLRG-Nationalmannschaft hat sich akribisch auf die Titelkämpfe vorbereitet, sondern auch Mitglieder der Alpener Ortgruppe. Denn im "Peter van den Hoogenband Pool" in Eindhoven und am Nordseestrand von Noordwijk findet zugleich die WM der Ü30-Retter (Masters) sowie der Vereinsmannschaften der offenen Altersklasse (Interclub) statt. Über 3400 Retter messen sich in verschiedenen Disziplinen im Wasser und an Land.

Und die Alpener haben sich durch ihre Leistungen auf nationaler Bühne 23 Startplätze gesichert. Am kommenden Freitag brechen die ersten Teilnehmer auf, in der nächsten Woche der zweite Tross. Sie haben für die Titelkämpfe extra ihr Trainingsprogramm umgestellt, trafen sich nicht nur im Hallenbad, sondern mit Beginn der Sommerferien auch am Freizeitsee in Menzelen, um für die Freiwasser-Disziplinen gewappnet zu sein. So treten die Aktiven unter anderem im Brandungsschwimmen (Surf Rase), Sand-Sprint oder Rettungsbrett-Rennen (Board Race) an. "Zweimal in der Woche waren wir am Baggerloch", sagte Trainer Sven Helbig, der auch wieder als Aktiver dabei ist. Er tritt in der Ü30-Altersklasse an, die in der ersten Hälfte der Weltmeisterschaft gefordert ist.

  • Faris Al-Sultan aus München (links) und
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  • In der E-Dressur gab Johanna Glissenbach
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"Die männlichen Masters-Teilnehmer möchten die guten Leistungen von der Deutschen Meisterschaft in Luckenwalde im vergangenen Frühjahr sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft bestätigen", erläuterte Helbig die Zielsetzung. Und er meinte weiter: "Die beiden weiblichen Masters freuen sich besonders auf ihre Team-Starts im Pool in Eindhoven und am Strand von Noordwijk." Für einige Alpener aus der Interclub-Mannschaft wird's die erste Weltmeisterschaft sein. Coach Helbig: "Die weiblichen und männlichen Teams möchten trotz einiger Umstellungen und der WM-Neulinge auf internationalem Parkett einen guten Eindruck hinterlassen. Und natürlich geht's auch darum, viele neue Erfahrungen zu sammeln."

Bei den Medaillenchancen hielt sich der Trainer in gewohnter Weise zurück. Bei der letzten WM im französischen Montpellier durfte die Alpener DLRG-Ortgruppe sogar zwei "Gold-Mädchen" zujubeln. So sicherten sich Christina Schulte und Katja van Bonn in der Disziplin Linethrow (Leinenwurf) den ersten Platz. Womöglich können sie diesen Überraschungscoup ja in den Niederlanden wiederholen.

(RP)