Auf Kopfball-Torpedo Pütz vom SV Sonsbeck ist Verlass

Fußball-Kreispokal : Auf Kopfball-Torpedo Pütz ist Verlass

Der 22-Jährige ist einer der Dauerbrenner beim Landesligisten SV Sonsbeck. Heute spielt er mit den Rot-Weißen im Kreispokal-Viertelfinale beim VfL Repelen.

„KTP“ möchte Führungsspieler werden. Beim Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck. Den Spitznamen „KTP“ bekam Jannis Pütz bei seinem Ex-Verein. Der 22-Jährige war 2018 vom SV Straelen zu den Rot-Weißen gewechselt. Und in seiner ersten Saison in Sonsbeck avancierte er gleich zum Stammspieler. Auch heute im Kreispokal-Viertelfinale beim VfL Repelen wird Pütz der Anfangsformation angehören.

Der zentrale Mittelfeldspieler ist einer der wichtigsten Bausteine im Sonsbecker Umbruch. „Ich habe im Sommer gesagt, dass einige von den jungen Spielern in eine Führungsrolle reinwachsen müssen – und Jannis ist sicherlich einer davon. Es kommt nicht von ungefähr, dass er in seiner ersten Saison schon in den Mannschaftsrat gewählt wurde“, sagt Trainer Heinrich Losing. Pütz müsse weiter dazulernen; er sei auf einem guten Weg.

Der Walbecker, der bis zur D-Jugend dem SV Walbeck die Treue hielt, war dem SV Straelen aufgefallen. Es folgte der Wechsel. Als A-Jugendlicher blieb sein Talent dem damaligen Senioren-Trainer Sandro Scuderi nicht verborgen. Unter ihm absolvierte Pütz mit einer Frühsenioren-Erklärung 32 Landesliga-Partien. In den kommenden zwei Spielzeiten kam der Youngster auf 54 Einsätze; unter anderem lief er 20-mal in der Oberliga auf.

Pütz lernte einiges von seinen Teamkollegen Kevin Weggen und Fabio-Daniel Simoes Ribeiro, die über viel Regionalliga-Erfahrung verfügten. „Von ihnen habe ich viel mitgenommen. Sie waren sogar meine Konkurrenten im zentralen Mittelfeld“, sagt Pütz, der sich gerne Bundesliga-Fußball im Borussia-Park anschaut. „Meine Familie hat Dauerkarten in Mönchengladbach. Wenn wir selber mal nicht spielen, versuche ich mit ins Stadion zu fahren.“ Wenn der 22-Jährige nicht für den SV Sonsbeck unterwegs oder im Borussia-Park ist, verbringt er seine Zeit an der PlayStation. „Dann wird natürlich Fifa gespielt“, meint „KTP“. „So hat hat mich Marian Gbur beim SV Straelen genannt. Die drei Buchstaben stehen für Kopfball-Torpedo Pütz.“

Den Spitznamen gab’s nach einem Traumtor per Flugkopfball. Den Treffer erzielte Pütz ausgerechnet gegen den SV Sonsbeck. In der Partie am März 2017 beim 3:0 der Straelener gelang ihm sogar noch ein zweiter Treffer. In Sonsbeck geht der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der im Marketing arbeitet, gerne voran. In dieser Spielzeit bekam der SVS vier Elfmeter zugesprochen – viermal übernahm Pütz erfolgreich die Verantwortung. „Ich fühle mich in Sonsbeck sehr wohl. Ich wurde vom ersten Tag gut aufgenommen und verspüre großes Vertrauen. Ich möchte hier den nächsten Schritt gehen“, so Pütz, der seinen Club in Repelen ins Kreispokal-Halbfinale führen will.

Das Ende der Bundesliga-Partie der Mönchengladbacher bei Union Berlin wird er allerdings verpassen. Die Begegnung in Moers beginnt erst um 17 Uhr. Die Rot-Weißen sind favorisiert. Zuletzt trafen die Teams vor zwei Jahren im Kreispokal-Endspiel aufeinander. Damals hatte Sonsbeck im Elfmeterschießen gewonnen. Der Gastgeber, der den fünften Platz in der Bezirksliga belegt, pfeift personell aus dem letzten Loch und muss auf sechs Stammspieler verzichten.„Der SV Sonsbeck ist klarer Favorit. Mir fehlen wichtige Säulen, so dass ich Improvisieren muss. Wir wollen uns auf die Defensive konzentrieren und möglichst lange die Null hinten halten. Wenn es uns gut gelingt, wird Sonsbeck zum Ende hin garantiert ungeduldig. Und dann wollen wir unsere Chancen nutzen“, meint Trainer Sascha Weyen.

Und Losing sagt: „Wir werden sicherlich keine Experimente machen. Wir nehmen das Pokalspiel sehr ernst.“ Dennoch wird’s Veränderungen in der Startelf geben. Robin Schoofs ist gesperrt (fünfte Gelbe Karte), Jan-Luca Geurtz hat Probleme mit der Achillessehne. Ob Max Werner und Felix Terlinden, die arbeiten müssen, pünktlich in Repelen auftauchen werden, sei fraglich.

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