Lokalsport : Auf dem Weg in die Landesliga

Volleyball: Der SV Budberg vergrößerte seinen Vorsprung an der Tabellenspitze. 3:1-Erfolg über ärgsten Verfolger.

Diese Begegnung hatte alles, was ein Spitzenspiel ausmacht - spektakuläre Ballwechsel, Spannung und Emotionen. Die Zuschauer taten ihren Teil dazu bei, dass sich die Hausherren in der Rheinberger Großraumsporthalle nach vier Sätzen feiern lassen durften. Die Volleyball-Herren des SV Budberg schlugen den Bezirksliga-Zweiten MTV Krefeld mit 3:1 (25:13, 23:25, 25:15, 27:25) und vergrößerten den Vorsprung an der Tabellenspitze auf satte neun Punkte. Es war nicht einfach nur ein weiterer Sieg, sondern mit dem Erfolg im Gipfeltreffen stießen sie vier Spieltage vor dem Saisonende das Tor zur Landesliga ganz weit auf.

Liegt mit einem Team auf Aufstiegskurs: Trainer Timo Bischof. Foto: Armin Fischer

Daniel Stuers wollte direkt nach dem Duell noch nicht vom Aufstieg sprechen: "Es ist sehr gut gelaufen. Es sieht gut für uns aus." Die Budberger hatten sich eine andere taktische Ausrichtung ausgedacht, die aufging. Anstatt über die Mitte anzugreifen, versuchten sie gegen die Krefelder, über die Außenpositionen zu punkten. Darauf mussten sich die Gäste mit ihren großen Mittelblockern erstmal einstellen. So kam es, dass Patrick Dresler, Andreas Kress, Dominik Hillmann sowie Leonard Horst, die Außenangreifer des SVB, entscheidenden Anteil am Heimerfolg hatten.

Im ersten Satz lief's vor rund 80 Zuschauern wie am Schnürchen. Der Spitzenreiter setzte einige Ausrufezeichen. Im zweiten Durchgang taten sich die Budberger sehr schwer. Gleich sechs Aufschläge landeten im Netz. "Da sind wir plötzlich eingebrochen", sagte Stuers. Doch das Team von Trainer Timo Bischof behielt nach dem Satzausgleich kühlen Kopf. Im dritten Abschnitt zeigte die SVB-Mannschaft, dass sie in den diesem Jahr unbedingt aufsteigen möchte. Dieser Satz wurde wieder deutlich gewonnen.

Neben dem Tabellenführer hatten die Krefelder im Schiedsrichter einen weiteren Gegner ausgemacht. Es gab einige strittige Szenen mit Entscheidungen des Referees, über die sich der ärgste Verfolger lautstark aufregte. Der vierte Satz entwickelte sich wieder zu einem Krimi. Die Anhänger des Spitzenreiters sorgten für eine tolle Stimmung. Mittelblocker Luke Nettersheim wuchs über sich hinaus. Den entscheidenden 27 Zähler leitete Stuers mit einer Angabe ein, die ein gegnerischer Spieler nur ins Netz blocken konnte. Der SVB hatte es tatsächlich geschafft und sich obendrein noch für die Niederlage der Hinserie revanchiert. Die Gäste zeigten sich trotz der verbalen Scharmützel als faire Verlierer und gratulierten zum Sieg.

Nun haben es die Budberger, die zwei Partien mehr absolviert haben als die Krefelder, selber in der Hand, erstmals in der Vereinsgeschichte den Landesliga-Aufstieg perfekt zu machen. Am kommenden Samstag geht's zum Schlusslicht Rumelner TV II. Am 3. März könnte die Aufstiegssause stattfinden - nach der letzten Saison-Partie in eigener Halle gegen den Verberger TV II.

(PUT)
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