Lokalsport: Auch die Mentalität entscheidet mit

Lokalsport: Auch die Mentalität entscheidet mit

Fußball-Landesliga: Trainer Thomas von Kuczkowski erwartet mit dem SV Sonsbeck seinen Ex-Club 1. FC Kleve.

Felix Terlinden hat demnächst einen Termin in Duisburg. Der Stürmer des Landesligisten SV Sonsbeck erhielt eine Einladung von der Verbandsspruchkammer (VSK) zur Anhörung. Der Stürmer soll zum Platzverweis während der Partie beim FSV Duisburg Stellung nehmen. Terlinden ist "Wiederholungstäter". Es war seine zweite Rote Karte der laufenden Saison. Trainer Thomas von Kuczkowski findet den VSK-Termin völlig übertrieben. Selbst Terlindens Gegenspieler habe das Foul nicht als allzu schlimm empfunden. Fakt ist aber, dass den Stürmer dem Coach für mehrere Wochen nicht zur Verfügung steht - so auch morgen im Heimduell gegen den Spitzenreiter (Anstoß: 15 Uhr).

Für von Kuczkowski ist die Partie gegen den 1. FC Kleve kein normales Meisterschaftsspiel. Fünfeinhalb Jahre war er für die Schwanenstädter tätig (bis zum Sommer 2017). Schon aus alter Verbundenheit "gönne ich dem Verein den Oberliga-Aufstieg". Das heißt aber nicht, dass die Klever mal eben im Vorbeigehen die drei Punkte aus Sonsbeck mitnehmen können. "Wir haben nichts zu verschenken. Wir befinden uns weiter mitten im Abstiegskampf", stellt der Coach klar. Die sonntägliche Mannschaft ist wohl der Gegner, dessen Stärken und Schwächen von Kuczkowski am besten einzuschätzen weiß.

"Wir müssen uns was einfallen lassen, wie wir den Klevern wehtun können." Natürlich hat er sich schon seine Taktik zurechtgelegt und sie im Training durchgespielt. Verraten möchte der Coach aber nichts. Vielmehr wies er darauf hin, dass die Hausherren auch eine "große Portion Match-Glück" benötigen würden, um die Gäste ins Wanken zu bringen.

Die Klever haben mit der Spvgg. Sterkrade-Nord die meisten Treffer aller Landesligisten erzielt (60) und die wenigsten Tore kassiert (18). Die Rot-Weißen müssen also flott unterwegs sein und hinten sicher stehen. Für von Kuczkowski spielt auch die Mentalität eine wichtige Rolle. Das Fehlen der Kämpfernatur Terlinden tut da doppelt weh. Im Sturm drückt ohnehin der Schuh.

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Kai Schmidt sowie Niklas Maas haben am Donnerstag erstmals nach ihren überstanden Verletzungen mit der Mannschaft trainiert. Erst kurzfristig wird sich entscheiden, ob sie in den Kader zurückkehren. Der Coach hat wenig Hoffnung. Sturm-Alternative Jonas Gerritzen hat sich das Jochbein gebrochen. Dennis Schmitz fällt weiter aus.

Die Sonsbecker tankten Selbstvertrauen aus den ansprechenden Auftritten gegen die Spitzenteams FSV Duisburg und FC Kray. Wenngleich von Kuczkowski feststellt, dass die Klever noch "einen Ticken" stärker seien.

Im Hinspiel war er noch nicht dabei. Da hatte Günter Abel das Sagen. Die Begegnung in Kleve war torlos geblieben. Der Favorit war zwar die überlegene Mannschaft, offensiv aber lief nicht viel zusammen. "Ich erinnere mich an ein sehr intensives Spiel, das uns alles abverlangt hat und bei dem wir mit einem Punkt nicht völlig unzufrieden waren. Sonsbeck ist ein Gegner mit sehr hoher Qualität. Nun aber wollen wir unser Spiel durchbringen", sagt FC-Coach Umut Akpinar.

(PUT)