Athleten des TuS Xanten und SV Sonsbeck überzeugen bei NRW-Jugendmeisterschaften

Leichtathletik NRW-Meisterschaften : Rekordleistungen bei Rekordtemperaturen

Die Jung-Athleten des TuS Xanten und SV Sonsbeck überzeugen bei den NRW-Meisterschaften in Duisburg. Franziska Schuster (TuS) ist über 100 Meter Hürden nicht zu schlagen, Rahel Brömmel (SVS) tritt kurzfristig an und gewinnt über 1500 Meter.

Wieder einmal haben die Leichtathleten des TuS Xanten sowie des SV Sonsbeck ihr Können unter Beweis gestellt. Bei den NRW-Jugendmeisterschaften, die am Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen in Duisburg stattfanden, konnten die Nachwuchssportler beider Vereine mehrere Medaillen einfahren und gleichzeitig noch einige Bestleistungen aufstellen.

So unter anderem die Sonsbeckerin Rahel Brömmel – die in Duisburg eigentlich gar nicht an den Start gehen wollte. Denn am Samstag hätte sie bei einem Nominierungswettkampf im baden-württembergischen Tübingen antreten sollen, um vom Deutschen Leichtathletik-Verband für das 3000-Meter-Rennen beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Baku nominiert zu werden. Doch der Wettkampf fiel sprichwörtlich ins Wasser. Schwere Unwetter, die eine Stunde vor dem Rennen aufzogen, zwangen die Organisatoren zur Absage. „Weil Rahel die Norm bislang als einzige gelaufen ist, hat sie die Quali durch die Absage zu 99 Prozent sicher. Aber so wirklich konnte uns das niemand sagen“, berichtete ihr Trainer René Niersmann am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nachdem man noch am Samstag die 500 Kilometer zurück an den Niederrhein gefahren war, entschied man sich kurzfristig zur Nachmeldung in Duisburg – allerdings über die 1500-Meter-Distanz. „Sollte Rahel in Baku laufen, darf sie nicht bei der Deutschen Meisterschaft starten. Daher wollten wir zumindest eine Meisterschaft laufen.“ Und das funktionierte hervorragend: Brömmel dominierte das Rennen und sicherte sich den Landestitel in der Altersklasse U18.

Franziska Schuster war bei in Duisburg über 100 Meter Hürden nicht zu bezwingen. Ihr gelang dadurch die Quali für Baku. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aber auch die anderen Nachwuchsathleten des SVS konnten überzeugen. Lukas Schwich gewann Silber im Weitsprung (5,69 Meter) und Bronze im Hochsprung (1,66), kam dabei jeweils knapp an seine Bestleistung heran. „Gerade im Hochsprung zeigt er jetzt viel Beständigkeit, damit können wir sehr zufrieden sein“, lautete das Resümee seines Trainers Werner Riedel. U16-Sportlerin Merrit Manten wurde insgesamt Sechste über 80 Meter Hürden (12,45 Sek.), konnte dabei im Vorlauf ihre persönliche Bestzeit unterbieten. „Das hat uns sehr gefreut, da war sie zwei Zehntel schneller als bislang.“

Und auch die 4x100-Meter-Staffeln des SVS mit Athleten des LAZ Rhede konnten überzeugen. Die Jungen erreichten in 47,00 Sekunden den fünften Platz, die U16-Mädchen stellten mit 51,07 Sekunden eine neue Bestzeit auf, die für Rang Sechs reichte. Pech hatte hingegen Lilli Noack im Kugelstoßen. „Ihr letzter Versuch ging eigentlich über die zehn Meter, war aber unverständlicherweise ungültig. Natürlich war sie darüber sehr traurig. Aber so ist das, es kommen auch wieder bessere Tage“, muntert Riedel seine Athletin auf.

Jubel gab es hingegen auch beiden Verantwortlichen des TuS Xanten – insbesondere über die Leistungen von Franziska Schuster. „Sie ist echt der Hammer“, sagt eine begeisterte Martina Speckert vom TuS. Denn Schuster sicherte sich mit einer Zeit von 13,66 Sekunden über die 100 Meter Hürden nicht nur den Landestitel, sondern gleichzeitig auch die Qualifikation für Baku. Zusätzlich sprintete sie in 12,00 Sekunden über 100 Meter und wurde auch in dieser Disziplin Landesmeisterin. „Kommendes Wochenende steht in Mannheim nun die U20-Gala an. Dort nimmt der Verband dann seine Nominierungen für Baku vor“, erläutert Speckert.

Auch TuS-Athletin Karla Dohmen konnte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Über 200 Meter lief sie mit 26,63 Sekunden ebenfalls eine persönliche Bestzeit. Die reichte zwar nur für den 19. Platz, dennoch war man auf Seiten der Xantener zufrieden mit ihrer Leistung. Einen Wermutstropfen musste man beim TuS allerdings ebenfalls verdauen. Nachdem bereits Anna-Lena Berninger ihre Teilnahme wegen einer schweren Verletzung absagen musste, konnte auch Nicolas Bayer in Duisburg nicht antreten. „Er hat sich im Abschlusstraining am Freitag leider eine Zerrung zugezogen und musste entsprechend passen.“

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