Arbeitstagung im Fußball-Kreis Moers : Ärger über Hetz-Kommentare im Netz

Auf der Fußball-Arbeitstagung in Rheinkamp fand Kreis-Obmann Wolfgang Jades deutliche Worte. Geschäftsführer Michael Vorbeck führt eine „Schwarze Liste“. Sachlich wurde über die neue Gruppen-Einteilung der B-Liga gesprochen.

Zwei komplexe Themen lagen wie ein Schatten über der Arbeitstagung des Fußball-Kreis Moers mit seinen angeschlossenen Vereinen im Clubheim des SC Rheinkamp. Zum einen waren es die Vorfälle im Relegationsspiel zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV, zum anderen wurde über die Neuordnung der beiden B-Liga-Gruppen gesprochen. Nichts zur Diskussion beisteuern konnte der SV Alemannia Kamp, da kein Vertreter anwesend war. Die anderen 44 Clubs hatten jemanden geschickt.

So hitzig wie es manchmal auf den Plätzen zugeht, so diszipliniert waren die Funktionäre in Rheinkamp. Zum Fall „Asterlagen“ ärgerte sich Kreis-Obmann Wolfgang Jades besonders über die Hetz-Kommentare gegen sein Gremium und die rechtsprechenden Stellen in den sozialen Medien. „Wenn das so weitergeht, dann kommen wir an das Ende unserer Gesellschaft – und auch im Fußball“, sagte er. Hinter den Kulissen wurde eine „Schwarze Liste“ erstellt. Darin sind alle Vergehen, die Schiedsrichter in den Spielbericht eingetragen haben, erfasst.

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Diese Liste wird von Kreis-Geschäftsführer Michael Vorbeck geführt. Und er gab auf der Versammlung bekannt, dass darauf keinesfalls der TuS Asterlagen Spitzenreiter sei. Auf eine genaue Darstellung musste Vorbeck allerdings aufgrund fehlender Technik in Rheinkamp verzichten.

Ruhig und sachlich ging’s auch beim zweiten Streit-Thema „Einteilung der B-Ligen“ zu. Armin Remers vom SSV Lüttingen erläuterte noch einmal die Bedenken der Nord-Vereine, die in Zukunft auf einige Lokalduelle verzichten müssen und öfter zu Partien in südlicher Richtung aufbrechen müssen. „Zum Spiel SV Menzelen gegen Viktoria Birten sind immer rund 150 Zuschauer gekommen, weil es halt ein Derby ist“, so Remers. Eine Behauptung, die Jades anhand der eingetragenen Zuschauerzahlen schnell entkräftete. Und der Kreis-Chef bekam Unterstützung von den Clubs aus dem südlichen Bereich. „Wir spielen gerne einmal gegen andere Gegner“, so ein Vertreters des TV Kapellen, der große Zustimmung fand.

Jades hatte vorab die Gründe für das Vorgehen der Ausschussmitglieder erläutert. „Wir haben immer weniger spielende Mannschaften im Kreis, weshalb die B-Liga in den nächsten Jahren auf eine Gruppe reduziert wird.“ Bestes Beispiel für die rückläufige Tendenz seien der SC Rheinkamp und der MSV Moers. Beide Clubs hatten nach Erstellung der Spielpläne in der Kreisliga C ihre dritten Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet.

Schiedsrichter Florian Heien gab einen Überblick über die Regeländerungen, die ab 1.Juli greifen. Auf einfache Weise erklärte er das leidige Thema Handspiel und erläuerte, dass in Zukunft auch Trainer und Betreuer auf der Bank mit gelben und roten Karten bedacht werden können. Es gab auch Erfreuliches für die Vereine auf der Arbeitstagung zu hören. Ein amerikanischer Sportartikel-Produzent mit europäischem Firmensitz in Ratingen will vermehrt in den Fußball und besonders in den unteren Ligen einsteigen. Und so verloste ein Vertreter des Unternehmens gemeinsam mit Sabine Tewes vom TB Rheinhausen einen Satz Trikots. Der TuS Baerl war der glückliche Gewinner.

Ausgelost wurde neben der ersten Kreispokal-Runde (wir berichteten) auch die Preisträger nach der Fairplay-Runde in der Kreisliga C. Über jeweils zehn Fußbälle dürfen sich der SV Menzelen, GSV Moers III und FC Rumeln-Kaldenhausen IV freuen.

Für ihre langjährige Mitarbeit in der Sortgerichtsbarkeit des Fußball-Kreises wurden Uwe Schmitt (SV Budberg) und Ali Boyacilar (Genc Osman Duisburg) geehrt. Beide sind inzwischen aus dem Gremium ausgeschieden.