Am Samstag beginnt die Rheinberger Stadtmeisterschaft

Am Samstag beginnt die Rheinberger Stadtmeisterschaft : SV Orsoy richtet Kampfansage an die Konkurrenz

Die Mannschaft von Daniel Zvar will in Ossenberg Fußball-Stadtmeister werden. Budberg und die Concordia klagen über Personalnot. Das Turnier beginnt am Samstag um 15 Uhr. Der neue Titelträger wird am 20. Juli gekürt.

Mit einem veränderten Turniermodus beginnt am Samstag die Rheinberger Fußball-Stadtmeisterschaft auf dem Rasen von Concordia Ossenberg. Der Pokal wird dem Sieger-Team eine Woche später am 20. Juli überreicht, gespielt zunächst in der Vorrunde in zwei Dreier-Gruppen über die vollen 90 Minuten.

Nisfad Grgic findet den Modus nicht optimal. „Aufgrund der Trainingsgestaltung habe ich mir als Spieler immer gewünscht, dass alles an einem Tag stattfindet“, sagt der neue Trainer des Vorjahressiegers SV Millingen. Der 34-Jährige freut sich mit seinem jungen Team dennoch auf interessante Prestigeduelle. In Gruppe A kämpfen zudem noch Concordia Ossenberg und der TuS Borth um den Einzug ins Finale. Die beiden Rivalen eröffnen die Stadtmeisterschaft um 15 Uhr. „Wir wollen ganz gerne unter die ersten vier Teams kommen“, lautet die zurückhaltende Zielsetzung von Ossenbergs neuem Coach Mirco Dietrich.

Auf eigener Platzanlage darf sich der 34-Jährige erstmals unter Wettkampfbedingungen mit den Lokalrivalen messen. Einziger Haken: die personelle Lage. Dietrich konnte in den bisherigen Testspielen gerade mal 13 Kicker einsetzen. „Die Langzeitverletzten trainieren zwar, sind aber so früh in der Vorbereitung noch nicht wieder in den Spielbetrieb eingestiegen“, meint der Coach des amtierenden Rheinberger Hallen-Pokalsiegers.

Borths Trainer Frank Misch verzichtet ebenfalls auf eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz. Der A-Liga-Neuling legt den Fokus klar auf die kommende Saison: „Was nützt einem der Stadtmeister-Titel, wenn man am Ende wieder absteigt.“ Der Übungsleiter bestreitet die laufende Vorbereitung. mit einem großen Kader, jeder Spieler soll seine Bewährungschance erhalten. „Wir gucken, dass wir noch ein bisschen zusammenrücken.“

Sowohl für Frank Misch, als auch für den TuS 08 Rheinberg hat das Turnier in erster Linie einen Testspiel-Charakter. Als „Underdog“ und klassentiefster Verein aus der Kreisliga B bekommt es die Elf von Carsten Bücker in der Gruppe B mit „zwei ordentlichen Krachern“ zu tun. „Wir wollen uns nicht ergeben, haben aber auch nichts zu verlieren.“ Der 39-Jährige weiter: „Budberg und Orsoy werden uns alles abverlangen, uns gleichzeitig aber auch die eigenen Fehler aufzeigen.“

Der klassenhöchste Teilnehmer, der SV Budberg, geht als Favorit ins Turnier. Ulf Deutz, neuer Trainer des Bezirksligisten, nimmt die Rolle nur allzu gerne an. Denn vier der letzten sechs Titel gingen schließlich nach Budberg. Aber: „Man kann zu diesem frühen Zeitpunkt in der Vorbereitung natürlich noch nicht erwarten, dass die Mannschaft schon auf einem Top-Level ist“, sagt der 51-Jährige. Der erste Eindruck vom Team stimmt, dennoch hat auch Deutz mehrere Ausfälle zu verschmerzen. Henning Hoffmann (Fuß verdreht) und Thomas Klüppel (Wadenblessur) sind verletzt, Jan Luca Häselhoff ist noch im Urlaub. Lukas Mölders zog sich eine leichte Oberschenkelzerrung zu. Der Stürmer wird noch geschont. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tim Beerenberg, der mit einer leichten Stauchung zu kämpfen hat.

Erster Gegner der Deutz-Elf ist der SV Orsoy. Für Coach Daniel Zvar zählt nur der Titel: „Wir wollen natürlich Erster werden“, kündigt der 43-Jährige voller Optimismus an. Die Aussage kommt überraschend. Der SVO sicherte sich in der vergangenen Saison erst ganz spät den Klassenerhalt. Die bisherige Vorbereitung verlief aber „reibungslos“, vor allem die hohe Trainingsbeteiligung mache den Coach glücklich.

Ärgerlich sei der mehrwöchige Ausfall von Stürmer Masen Kurdi. „Ihn können wir aber kompensieren“, sagt Zvar, der den neuen Turniermodus wie die meisten anderen Trainer durchweg positiv bewertet.

Von Montag bis Donnerstag findet jeweils nur ein Spiel statt, Anpfiff ist jeweils um 19.30 Uhr – sehr zur Freude von Daniel Zvar. „Letztes Jahr ging es schon um 18 Uhr los, da habe ich kaum eine Mannschaft zusammenbekommen.“

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