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Alpener Rettungsschwimmer bei Weltmeisterschaft in Adelaide

WM der Rettungsschwimmer : In Australien purzeln Vereinsrekorde

Die WM-Rettungsschwimmer der DLRG-Ortgruppe Alpen haben sich bei den Wettbewerben in Adelaide einiges bei den Profis abgeschaut. Das hatte offenbar Wirkung: Einige Bestmarken wurden von den Alpenern übertroffen.

Es sind etliche tolle Erinnerungen, die wir aus Australien mitnehmen zurück nach nach Deutschland an den Niederrhein. Die Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen in Adelaide liegt hinter uns. Wir als Vertreter der DLRG-Ortsgruppe Alpen waren froh, dabei gewesen zu sein.

Auch in der letzten WM-Woche gab es einige Wetterkapriolen. Von strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bis hin zu Sandsturm und Regen war alles dabei. Wir durften nicht nur Erinnerungsfotos mit den besten Rettungsschwimmern der Welt machen, sondern auch vor bunt geschmückten Weihnachtsbäumen unter Palmen oder mit Weihnachtselfen am Strand posieren. Man kann sagen: In „Down Under“ steht die Welt tatsächlich ein wenig Kopf.

Weitere Medaillen waren für die DLRG-Ortsgruppe Alpen bei den Meisterschaften der Vereine (Interclub) allerdings nicht drin. Damit hatte im Vorfeld aber auch niemand gerechnet. Dafür dominieren die australischen Teams in diesem Wettbewerb viel zu stark. Für uns war es aber trotzdem sehr beeindruckend, die Profis in ihrem Element zu sehen und ein paar Dinge von ihnen abzuschauen.

 Haben einiges erlebt in Down Under: Die Alpener WM-Gruppe (v.l.): Betreuer Lars Becker, Alexandra Scholz, Anna Davids (Team-Managerin), Malin Beuse, Thomas Janßen und Tobias Davids.
Haben einiges erlebt in Down Under: Die Alpener WM-Gruppe (v.l.): Betreuer Lars Becker, Alexandra Scholz, Anna Davids (Team-Managerin), Malin Beuse, Thomas Janßen und Tobias Davids. Foto: DLRG Alpen
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Thomas Janßen, Alexandra Scholz, Malin Beuse und Tobias Davids starteten im Pool zum ersten Mal in einer neuen Disziplin, der Mixed-Lifesaver-Relay. Dort dürfen zwei weibliche und zwei männliche Teilnehmer an den Start gehen. Die Reihenfolge der Schwimmer wird per Losverfahren bestimmt. Nicht nur für die Zuschauer eine sehr interessante Disziplin, die sicherlich zukünftig öfter bei Wettkämpfen zu sehen sein wird.

Toll, dass die Alpener Schwimmer ein paar neue Vereinsrekorde purzeln ließen. Malin Beuse, die erst vor einigen Monaten vom Schwimmverein zur DLRG Alpen stieß, beherrschte die neuen Disziplinen bereits perfekt und erzielte über die Hindernis-Strecke über 200 Meter sowie über die 100 Meter kombinierte Rettungsübung zwei neue Bestleistungen. Nicht nur in ihrer eigenen Altersklasse 17/18 übertraf sie die alten Rekorde, sondern auch für die offene Altersklasse hat sie nun neue Maßstäbe gesetzt.

Thomas Janßen schwamm einen neuen Vereinsrekord in der 100 Meter kombinierten Rettungsübung. Das war schon beeindruckend. Doch diese Bestmarke wurde allerdings kurz danach von Tobias Davids geknackt, der nun die Alpener Rekordliste für diese Disziplin anführt. Damit konnte Janßen gut leben, denn seine Zeit gilt darüber hinaus als neue Weltrekordzeit in seiner Altersklasse 50 bis 54 Jahre. Mit drei Medaillen aus den Masters-Wettbewerben sowie zwei neuen Weltrekorden stieg er als erfolgreichster Alpener Rettungsschwimmer mehr als zufrieden in den Flieger Richtung Heimat.

Am abschließenden Tag der Weltmeisterschaft wurde die Flagge der International Lifesaving Federation während der feierlichen Abschlusszeremonie weitergereicht an einen Vertreter der italienischen Mannschaft. Die nächste Weltmeisterschaft in zwei Jahren wird nämlich in Riccione an der Adria stattfinden. Auch dort werden Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Alpen sicherlich wieder mit am Start sein. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf dieses Event.

Info: Unsere Autorin hat die Alpener WM-Teilnehmer als Team-Managerin ins australische Adelaide begleitet.