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Tennis: Alpener Feriencamp mit Tennisschläger

Tennis : Alpener Feriencamp mit Tennisschläger

Auf der Anlage der Viktoria trainiert Lothar Walter mit Kindern und Jugendlichen. Auch ein Fairnesspreis wird vergeben.

Upps! Der Ball landet im Netz. Simon bleibt aber gar keine Zeit, sich darüber zu ärgern, weil ihm Fabian schon wieder den nächsten Ball zuspielt. Und der passt schon besser. "Spiele spielen", sagt der Sechsjährige mit dem Tennisschläger in der rechten Hand, sei das Schönste in dieser Woche, die der Junge aus Issum gemeinsam mit zwölf anderen Kindern im Alpener Sommerferien-Trainingslager verbringt.

Schon seit 1996 öffnet die Tennisabteilung von Viktoria ihre Plätze und lädt den Nachwuchs ein. Auch in diesem Jahr wird Clubcoach Lothar Walter wieder über 50 Kinder und Jugendliche zwischen fünf sowie 16 Jahren jeweils fünf Tage lang trainieren und an das Tennisspiel heranführen. "Unser Wunsch ist es, ihnen den Spaß an der Bewegung zu vermitteln", sagt er.

Das muss nicht immer mit dem Schläger in der Hand geschehen. Malte und Amynia sind die Jüngsten, die sich auf dem Platz tummeln. Für die Kleinsten stehen heute auch wieder Koordinationsübungen auf dem Programm, ehe der Ball im Mittelpunkt steht. "Nach dem Aufwärmen üben wir morgens die Technik", erklärt der Trainer das Programm. Bis zum Mittag geht es dann um Vorhand, Rückhand, Volley und Return. Das soll in spielerischer Form, abhängig vom Alter der Kinder, erlernt werden. Zwei Stunden, dann knurrt aber auch schon der Magen. Elke und Wolfgang Kottwitz, die Vereinswirte der Viktoria, stehen bereits in der Küche und bereiten Currywurst mit Pommes vor.

"Und viel Salat, da greifen die Kinder kräftig zu", legt Walter auch Wert auf die gesunde Ernährung der jungen Sportler, die er nach dem Mittagessen zum theoretischen Teil des Tages bittet. Der Trainer hat eine ganze Reihe lustiger Videos vorbereitet, mit deren Hilfe in einer halben Stunde sonst so trockene Themen aus der Regelkunde mit viel Humor vermittelt werden. Bis zum Ende des Nachmittags geht es dann wieder auf den Platz. Am Freitag endet das Trainingslager mit einem Turnier und anschließender Siegerehrung.

Dann wird auch der Fairnesspreis vergeben, den sich die Kinder in der Woche verdienen können. "Dabei geht es neben der sportlichen Leistung auch um die Hilfsbereitschaft untereinander", erklärt Dominik Pell, einer von vier Betreuern. Der 17-Jährige hat selbst mehrfach hinter dem Netz am Sommerlager teilgenommen, inzwischen hilft er schon im vierten Jahr mit und leitet eigene Übungsgruppen.

Dass die Arbeit des Trainers und seiner fleißigen Helfer während der Sommerwochen dem Verein über die Jahre zu Gute kommt, bestätigt Ursula Jendrusch, die Pressewartin der Viktoria: "Es herrscht immer eine rege Nachfrage nach den Trainingslagern." Und nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern kommen dabei auf den Geschmack, zum Tennisschläger zu greifen und sich dem Alpener Tennisverein anzuschließen. Allein in diesem Jahr freute sich die Viktoria schon über 39 Neuanmeldungen.

(DK)