Lokalsport: Alpen hat Tabellenplatz zwei im Visier

Lokalsport: Alpen hat Tabellenplatz zwei im Visier

Fußball-Kreisliga A: Die Viktoria möchte am Sonntag den SV Sonsbeck II, der in Büderich antritt, verdrängen. Im Abstiegskampf muss Ossenberg beim Schlusslicht und Millingen gegen den Drittletzten liefern.

Bei den Fußballern von Concordia Ossenberg wird gerätselt. Weniger, was den Klassenerhalt betrifft. Der ist wackelig, weil das Team die vergangenen Spieltage der Kreisliga A auf dem Relegationsplatz verbracht hat. "Da kommen wir wieder raus", ist Trainer Björn Quint felsenfest überzeugt. Es geht stattdessen mehr um das Durcheinander, das am vergangenen Wochenende aufgekommen ist.

"Am Sonntag haben wir erfahren, dass unser Spiel beim TuS Asterlagen wieder verschoben wurde", berichtet Quint von der kurzen Nachricht, dass die Partie beim Tabellenletzten nicht, wie ehemals im Spielplan festgeschrieben am gestrigen Tag, sondern nun wieder, wie alle anderen Partien auch, an diesem Sonntag durchgeführt werden soll. "Wenn wir das richtig verstanden haben, wurde das Spiel damals wegen einer Hochzeit in Asterlagen verschoben", sagt der Trainer. Da möchte man schon gerne wissen, ob die Liaison eventuell geplatzt ist, der Bräutigam das Weite gesucht hat oder die Braut verschollen ist. "Wäre schon schön gewesen, wenn wir erfahren hätten, warum wir jetzt so kurzfristig wieder alles neu planen müssen", so Quint. Ob Donnerstag oder Sonntag, die Gäste werden einmal mehr mit dezimiertem Kader antreten, nachdem Silas Baumbach am vergangenen Spieltag die Ampelkarte und Patrick Utech und Patrick Neumann jeweils ihre fünfte gelbe Karte sahen. Co-Trainer Udo Krützberg darf also einmal mehr auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Borussia Veen, punktgleicher "Mitstreiter" der Concordia im Tabellenkeller, blieb mit der Last-Minute-Niederlage in Rumeln erstmals in diesem Jahr ohne Punktgewinn. Am Sonntag reist der VfL Rheinhausen an, der mit zwei Siegen in Folge seine lange Durststrecke beendet hat. "Was soll's", sagt Trainer Christian Hauk, "wir können uns schlecht nach dem Befinden des Gegners richten, sondern müssen in unserer Lage auf drei Punkte spielen. Auch wenn es ganz schwer wird." Wird's unter anderem auch deshalb, weil der im Mittelfeld so wichtige Eike Schultz inzwischen genügend gelbe Karten gesammelt hat, um gegen den VfL zuschauen zu müssen.

Auch der SV Millingen muss seine Mannschaft im Spiel gegen die DJK Lintfort zumindest auf zwei Positionen verändern. Sven Hilgert fällt ebenfalls wegen der fünften "Gelben", aus, Niklas Eickers hat sich für die nächsten drei Begegnungen abgemeldet. Was nicht so oft vorgekommen ist in dieser Spielzeit: Der SVM geht gegen die stark abstiegsbedrohten Gäste als Favorit in die Partie. "Aber wir sollten nicht vergessen, wo wir herkommen", warnt Trainer Markus Hierling vor Überheblichkeit - sein Team hat schließlich viele Monate lang selbst das Licht im Keller ausgeschaltet.

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"Wir sind im Moment nicht sonderlich gut drauf", hat Jörg Schütz, Trainer von Viktoria Alpen, trotz des Sieges in Vluyn mit Blick auf die personelle Lage in seinem Team mitgeteilt. Weil's anderen Clubs aber nicht besser geht, lacht die Viktoria inzwischen sogar der zweite Tabellenrang wieder an. Voraussetzung wäre ein Erfolg im Heimspiel gegen den Rumelner TV und ein weiterer Fehltritt des SV Sonsbeck II, der im Derby beim SV Büderich nicht über ein Remis hinaus kommen dürfte.

Bei den Gästen laufen die Planungen für die kommende Saison. Spielertrainer Johannes Bothen darf mit Torhüter Michael Jansen und dem torgefährlichen Philipp van Huet zwei Rückkehrer begrüßen, die vom Nachbarn aus Labbeck zurückkehren. Vor dem Duell in Büderich wird Bothen allerdings einmal mehr fleißig telefonieren müssen, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. An Motivation wird's den Hausherren derweil nicht mangeln. Den Spielern und ihrem Trainer Stefan Tebbe wird das 1:10 aus dem Hinspiel noch im Kopf herumschwirren. Der gesperrte Dominik Tebbe muss zuschauen, dafür kehren Michael van Husen und Felipe Moroder-Bendyk ins Team zurück.

Im zweiten Derby des Sonntags stehen sich der TuS Xanten und der SV Orsoy gegenüber. Rachid Riad, der neue Coach der Domstadt-Fußballer, hat seine Arbeit am Fürstenberg mit einem Versprechen begonnen. "Wir werden bis zum Ende kämpfen", sagt er, auch wenn klar ist, dass der Zug in die B-Liga nicht mehr aufzuhalten sein wird. Die Gäste dürfen wieder mit dem beim 1:3 gegen Büderich wegen einer Sperre schmerzlich vermissten Fatih Sanverdi auflaufen.

Die längste Reise der Spielzeit wartet auf den SSV Lüttingen, der in Hohenbudberg antritt. In der Woche gab's die Nachricht, dass der vor zwei Jahren abgewanderte Nico Scholten im Sommer wieder ins SSV-Trikot zurückkehren wird.

(DK)
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