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Ärger im Tischtennis-Kreis Niederrhein wegen Verbandsreform

Dirk van Rheinberg tritt zurück : Ärger im Tischtennis-Kreis Niederrhein wegen Verbandsreform

Der 2. Vorsitzende Dirk van Rheinberg fühlt sich hintergangen, weil Kreis-Chef Klaus Verburg für die Strukturreform gestimmt hat. Er habe nicht die Meinung der Niederrhein-Vereine wiedergegeben.

Vor rund drei Wochen wurde Dirk van Rheinberg vom SV Bislich einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden des Tischtennis-Kreises Niederrhein gewählt. Nur wenige Tage später trat der 46-Jährige von seinem Amt zurück. Dirk van Rheinberg fühlte sich bei der Abstimmung zur Strukturreform „hintergangen“, durch deren Beschluss der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) sein Verbandsgebiet zum 1. Juli 2023 in 13 neue Bezirke einteilt (wir berichteten). Er kritisiert den Kreis-Vorsitzenden Klaus Verburg aus Kleve.

Im Vorfeld des Verbandstags war ein Meinungsbild bei den Vereinen abgefragt worden, das ein klares Votum gegen die Reform ergab. Das sahen allerdings nicht alle Kreis-Vorstandsmitglieder so. „Es kann nicht sein, dass unserer Vorsitzender mit der vom Kreis zur Verfügung gestellten Stimme trotzdem für die Reform stimmt“, ärgert sich van Rheinberg in einer E-Mail (liegt der Redaktion vor). Verburg, der auch im WTTV-Präsidium tätig ist, war nicht der einzige Delegierte, der doppelt für die Strukturreform stimmte.

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„Das hat er gegenüber mir und einem weiteren Vorstandsmitglied zugegeben. Dieses Stimmgebaren ist ein Tritt in den Hintern für jeden Kreis-Verein, die einen klaren Auftrag mit auf den Weg gegeben haben. Hier wurden persönliche Interessen im WTTV vor die der Vereine gestellt“, so van Rheinberg. Er spricht von einem Vertrauensbruch und sieht keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Verburg kann zwar nachvollziehen, dass die WTTV-Entscheidung „nicht alle toll finden. Aber es bringt nichts, wieder von vorne anzufangen. Das wird der WTTV nicht tun“.

Durch die Zusammenlegung der Kreise könnte es zu reduzierten Kreisligen kommen, die unterschiedlichen Mannschaftsstärken (Sechser- und Viererteams) könnten zudem zum Problem werden. Sollte es für Vereine vom Niederrhein beispielsweise in den Essener Raum gehen, drohen aber der Saison 2023/2024 auch Wochenspieltage. Ob Klubs aus Grenzregionen wie der GSV Suderwick oder SuS Isselburg, die politisch zum Kreis Borken und Regierungsbezirk Münster gehören, einen Antrag stellen, um weiter in ihrem angestammten Gebiet spielen zu dürfen, bleibt abzuwarten.

(FKT)