Fußball : 8:0 - Sonsbecker lassen es krachen

Fußball: In der ersten Testpartie kam der Oberligist zu einem standesgemäßen Heimerfolg über den SV Sevelen.

Die Hinrunde war so gar nicht nach seinem Geschmack verlaufen. Lediglich sechs Einsätze konnte Jonas Gerritzen vorweisen. In der Rückserie will der 20-jährige Offensivspieler des SV Sonsbeck durchstarten und hofft, von längeren Verletzungen verschont zu bleiben. Gestern in der ersten Vorbereitungspartie seiner Mannschaft ließ Gerritzen es mächtig krachen. Beim 8:0 (2:0)-Erfolg über den SV Sevelen erzielte er vier Treffer.

Gegen den Bezirksligisten feierte Stephan Schneider sein Debüt. Trainer Thomas Geist bot den Neuzugang des TV Jahn Hiesfeld in der Zentrale auf. Schneider fügte sich gut ein und bekam viele Bälle. Er bereitete das 1:0 vor. Seine Ecke landete auf dem Kopf von Bastian Grütter, der Keeper Jonas Tersteegen keine Abwehrchance ließ (27.). Sebastian Santana, der zweite Winterpause-Zugang, verfolgte die Partie als Zuschauer. Wegen einer Knöchelverletzung schonte ihn Geist gegen Sevelener, die nur in der Anfangsphase die Begegnung halbwegs offen halten konnten. Mehr und mehr verlagerte sich das Spiel in die Hälfte der Gäste. Der SVS erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Die größte Möglichkeit vor dem 2:0 vergab Michel Tißen mit einem Schuss an den linken Pfosten (32.). Grütter erhöhte kurz vor dem Seitenwechsel, als er einen Strafstoß im Nachschuss verwandelte (43.). Tersteegen hatte Felix Terlinden zuvor umgerissen.

Im zweiten Abschnitt baute der Bezirksligist zusehends immer weiter ab. Die Sonsbecker hielten das Tempo hoch und hebelten die Abwehr mit schnellen Kombinationen aus. In der 51. Minute legte Marvin Hitzek den Ball in den Lauf des eingewechselten Gerritzen, der mühelos auf 3:0 erhöhte. Terlinden (59.) sowie Max Fuchs (68.) schraubten die Führung dann jeweils per Flachschuss weiter in die Höhe. Dann folgte der große Auftritt von Gerritzen, dem ein Hattrick gelang (68./81./89.), wobei das 8:0 das schönste Tor des Tages war. Der Offensivakteur legte einen Sololauf über rund 40 Meter hin, ließ vier Gästespieler stehen und umkurvte dann auch noch den Schlussmann. Für diesen Treffer erhielt er nach dem Schlusspfiff auch sofort ein Sonderlob von seinem Trainer. "Mir hat unser Spiel schon ganz gut gefallen. Die Mannschaft hat schnell nach vorne gespielt. Am Ende hatten die Sevelener uns läuferisch nicht mehr viel entgegenzusetzen", resümierte Geist, der in der 77. Minute einem weiteren Sonsbecker A-Jugend-Spieler die Möglichkeit gab, sich im Oberliga-Team die ersten Meriten zu verdienen. Linksfuß Philipp Tiemann machte seine Sache ordentlich und wird bestimmt noch weitere Einsätze bekommen.

SV Sonsbeck: Taner (46. Burda); Vengels, Schoofs, Kürten, Grütter, Schneider, Hitzek (67. Hahn), Kremer (46. Gerritzen), Terlinden (77. Tiemann), Schulz (55. Fuchs), Tißen (60. B. Etuk).

(RP)