20 Jahre nach dem Verbandsliga-Aufstieg Als ganz Sonsbeck Kopf stand

Sonsbeck · Am 23. Mai 2004, also vor 20 Jahren, machten die Fußballer des SV Sonsbeck den Verbandsliga-Aufstieg perfekt. Georg Thüs, Manfred Wranik, Björn Kluckow und Jörg Hahn erinnern sich an die geschichtsträchtige Saison, über die heute noch im Ort gesprochen wird.

Sonsbecker Aufstiegsjubel Ende Mai 2004 mit Daniel Hahn, Andre Köhler, Jörg Hahn, Heiner Gesthüsen (oben v.l.), Torsten Weist, Manfred Wranik und Kapitän Georg Thüs (vorne v.l.).

Sonsbecker Aufstiegsjubel Ende Mai 2004 mit Daniel Hahn, Andre Köhler, Jörg Hahn, Heiner Gesthüsen (oben v.l.), Torsten Weist, Manfred Wranik und Kapitän Georg Thüs (vorne v.l.).

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Vor genau 20 Jahren, am 23. Mai 2004, begab sich die Gemeinde Sonsbeck in einen wochenlangen Fußballrausch. Die Landesliga-Mannschaft stieg nach einem 4:2-Heimerfolg über Sterkrade 06/07 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die fünfte deutsche Spielklasse auf. Nach einem Schlussspurt von sieben Siegen in Folge überholte das Team von Georg Mewes noch den GSV Moers in der Tabelle und feierte die Meisterschaft mit 60 Punkten nach 30 Spielen. Der ganze Ort befand sich nach dem Sprung in die Verbandsliga im Ausnahmezustand. Die Aufstiegshelden Georg Thüs, der die Kapitänsbinde trug, Manfred Wranik, Björn Kluckow und Jörg Hahn erinnern sich an eine geschichtsträchtige Saison.

Georg Thüs „Dieses letzte Saisonspiel gegen Sterkrade war der Wahnsinn – und die Party-Wochen danach auch“, sagt der 50-Jährige, der in der Saison 2003/04 die Mannschaft als Kapitän anführte, weil Marc Lemkens aus beruflichen Gründen eine Auszeit nahm. Nach der krachenden Niederlage Anfang April 2004 in Wesel und der anschließenden Aussprache in der Kabine habe sich eine Dynamik entwickelt, die den weiteren Saisonverlauf des SVS beeinflusste. „In Wesel haben damals Paul Dickerboom und Markus Nickel mitgespielt. Da waren wir völlig von der Rolle. Noch vor Ort haben wir Führungsspieler Tacheles geredet und der Mannschaft die Leviten gelesen. In den folgenden Wochen haben wir uns in einen Flow gespielt und alles gewonnen.“