Fußball-Kreisliga A : 2:1 – SV Millingen im Derby galliger

Tim Böttcher traf doppelt beim Heimerfolg über den TuS Borth. Der TuS Xanten holte in Rheinhausen einen weiteren „Dreier“. Concordia Ossenberg unterlag dem Rumelner TV mit 1:2.

Xanten spielt trotz massiver Personalprobleme weiter im Konzert der Bezirksliga-Aufstiegsanwärter mit. Das Rheinberger Derby gewann Millingen. Ossenbergs Lucas Bangert flog erneut vom Platz. Ihm droht eine längere Sperre.

SV Millingen – TuS Borth 2:1 (1:0). Es war ein packendes wie hochspannendes Derby zwischen zwei Teams aus dem Tabellenkeller. Beide Trainer waren sich einig: Die galligere und zweikampfstärkere Mannschaft hat gewonnen. Die Elf von Nisfad Grgic legte die richtige Einstellung an den Tag. „Die Moral konnten wir sehr gut in Torchancen ummünzen“, sagte der Trainer. Nach dem Führungstreffer von Tim Böttcher aus der zweiten Minute war der Matchplan von TuS-Coach Frank Misch über den Haufen geworfen. Für ihn war’s allerdings ein klares Abseitstor. „So hatte der Gegner viel mehr Räume und hat uns mit ihren schnellen Spielern in Bedrängnis gebracht.“

Doch die Gästen riskierten viel und schafften durch Kevin Kroggel den Ausgleich (67.). Acht Minuten später machte Böttcher mit seinem zweiten Treffer alles klar. Vorausgeganen war ein „Riesenabwehrfehler“. Misch betonte, dass seine junge Mannschaft aus solchen Spielen weiter lernen müsse. Nach dem Stotterstart nahm die Hinrunde für Nisfad Grgic hingegen ein versöhnliches Ende. Durch den „Dreier“ konnte Millingen den Abstand zum rettenden Ufer auf einen Zähler verkürzen. Der TuS liegt nur noch zwei Punkte vor dem SVM.

VfL Rheinhausen – TuS Xanten 1:2 (0:1). Nach drei sieglosen Spielen meldeten sich die Domstädter mit einem wichtigen Auswärtssieg im Aufstiegsrennen zurück. Bastian Röös und Mathias Morawin waren für Xanten erfolgreich, Rheinhausens Anschlusstreffer fiel erst in den Schlussminuten. Thomas Dörrer zog den Hut vor seiner Mannschaft. „Mir haben sieben Leute gefehlt. So hatte ich Probleme, überhaupt eine Mannschaft auf den Platz zu stellen“, erklärte der 51-Jährige. In einem kräftezehrenden Duell ließen die Xantener nicht viel zu. In der Schlussphase hatte der TuS aber auch das nötige Glück auf seiner Seite.

Concordia Ossenberg – Rumelner TV 1:2 (1:2). Mirco Dietrich war deprimiert. Seine Mannschaft dominierte die Partie, hatte 75 Prozent Ballbesitz und ging trotzdem als Verlierer vom Platz. „Der letzte tödliche Pass hat gefehlt. Und die Tore haben wir uns wieder mal selber reingelegt“, ärgerte sich Dietrich, der noch die Gelbe Karte sah. Alle drei Tore fielen in den ersten 14 Minuten. Den frühen Rückstand konnte Dennis Lehmann zwar postwendend egalisieren, doch Patrick Boers schoss Rumeln noch zum Sieg. Lucas Bangert flog nach einem Pressball kurz vor Schluss mit glatt Rot vom Platz. Als Wiederholungstäter drohen ihm bis zu sechs Wochen Sperre, berichtete Dietrich.