Fußball: 2:1 – der SV Sonsbeck macht Boden gut

Fußball : 2:1 – der SV Sonsbeck macht Boden gut

Es war mehr nur als ein "Dreier", den die Fußballer des SV Sonsbeck auf heimischem Rasenplatz einsammelten. Die um den Klassenerhalt kämpfende Mannschaft schlug immerhin mit dem Wuppertaler SV Borussia II den Tabellen-Dritten.

Zudem sind die Rot-Weißen seit vier Partien ungeschlagen. Und durch den gestrigen 2:1 (1:0)-Erfolg verbesserte sich das Team von Trainer Horst Riege in der Tabelle um vier Plätze auf Rang 14. Dementsprechend gelöst gab sich der Coach nach der Begegnung: "In der ersten halben Stunde haben uns die Wuppertaler in die eigene Defensive gedrängt. Danach konnte sich meine Mannschaft befreien. Sie hat vor allem nach der Pause einen guten Ball gespielt und sich den Sieg daher verdient."

Die Gäste, denen der Ruf einer spielstarken Mannschaft vorauseilt, hatten zunächst mehr Ballbesitz. Die Riege-Elf fand sich zumeist in der eigenen Defensive wieder und versuchte durch lange Bälle auf Stürmer Danny Rankl zum Erfolg zu kommen. Tobias Kästner hatte die erste Chance des Spiels auf dem Fuß (6.). Die "Zweite" des WSV Borussia konnte sich allerdings keine richtig gefährliche Möglichkeit herausspielen.

Die Defensive des SVS stand über weite Strecken gut. Kästner vergab dann in der 40. Minute die zweite Sonsbecker Einschussmöglichkeit wie wenig später auch der aufgerückte Andreas Isailovic erfolglos blieb (42.). Doch die Anhänger der Rot-Weißen sollten noch vor dem Seitenwechsel einen Treffer bejubeln dürfen. Benedikt Möllenbeck passte von der rechten Seite flach vors Gästetor, wo sich Rankl geschickt von Gegenspieler Nermin Jonuzi löste und zum 1:0 einschob (43.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte die Mannschaft aus dem Bergischen die Akzente. Benedikt Schröder vergab zunächst (48.). In der nächsten Szene machte er es dann besser. Tim Knetsch konnte durch den Strafraum des SVS dribbeln und ungehindert den Ball auf den mitgelaufenen Schröder spielen, der zum 1:1 traf (52.). Doch die Hausherren ließen sich durch den Ausgleich nicht einschüchtern, sondern wurden im weiteren Verlauf immer selbstbewusster — und offensiver. Zu den kämpferischen Tugenden kamen nun spielerische Akzente.

Der SVS zeigte sogar einige tolle Ballstafetten, die die Zuschauer mit Beifall honorierten. Auffällig war, dass Jan-Paul Hahn nicht nur in der Abwehr seine Aufgaben mit Bravour erledigte, sondern sich auch immer wieder mit in der Offensive einschaltete. Die Sonsbecker gaben sich mit dem einen Zähler nicht zufrieden. Sie wollten mehr und gingen dafür weite Wege. Felix Terlinden ließ seine Chance ungenutzt (61.). Zehn Minuten später gab Schiedsrichter Jonas Höhn einen Treffer von Rankl wegen angeblicher Abseitsstellung nicht. Doch die Rot-Weißen blieben am Drücker.

Kästner leitete das 2:1 mit seiner Flanke von der linken Seite ein. Die schien eigentlich zu lang zu sein. Doch mit einer artistischen Einlage kam Sascha Tenbruck kurz vor der Torauslinie noch an das Leder. Von Ramazan Ünals Oberkörper aus fand das Spielgerät den Weg in die Wuppertaler Maschen — 2:1 für den vermeintlichen Außenseiter, der sich gestern als solcher allerdings nicht vorstellte. Es war acht Minuten vor dem Ende ein kurioses, aber durchaus verdientes Tor. Coach Riege hob in seinem Resümee noch die konditionelle Leistung seiner Mannen hervor: "Sie sind weite Wege gegangen und haben spielerisch toll mitgehalten."

(RP/rl)
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