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Fußball: 1:4 - nun hat's die Sonsbecker erwischt

Fußball : 1:4 - nun hat's die Sonsbecker erwischt

Oberliga-Fußball: Germania Ratingen hat gestern einem schwachen SVS-Team die erste Saison-Niederlage beigebracht.

Bislang war für Peter Radojewski als Trainer von Gästemannschaften beim SV Sonsbeck nicht viel zu holen gewesen. Gestern endete die für ihn unerfreuliche Serie. Er durfte als Coach von Germania Ratingen erstmals über einen Sieg im Sportpark jubeln. Seine Schützlinge brachten den Rot-Weißen am vierten Spieltag der Oberliga die erste Niederlage bei.

Und es war eine schmerzhafte Schlappe, die der SVS auf heimischem Rasen einstecken musste. Ratingen nahm durch den 4:1 (2:0)-Erfolg alle Punkte mit. "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren. Es wurden viel zu wenige Zweikämpfe angenommen. Die Niederlage geht in Ordnung", sagte Thomas Geist, der Trainer der Hausherren, die es ihrem Gegner viel zu einfach machten.

Ratingen traf auf ersatzgeschwächte Gastgeber. "Neun Spieler haben mir nicht zur Verfügung gestanden", meinte Geist später. Dies allein wollte er aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. Gegen ausgebuffte Gäste wirkte seine junge Mannschaft über weite Strecken überfordert. Die Germania-Spieler waren gedankenschneller und auch in Sachen Handlungsschnelligkeit dem SVS eine Länge voraus. Die Abwehr wackelte, in der Offensive lief nicht viel zusammen. Georg Plachta und Baran Özcan konnten im Sturm nur wenige Akzente setzen. Die Gäste waren effektiver und vor dem von Ahmet Taner gehüteten Tor kaltschnäuziger. Diesmal konnte der Schlussmann die Fehler seiner Vorderleute nicht ausbügeln.

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Die ersten beiden Gegentreffer fielen jeweils nach Freistößen. Mit einem Doppelschlag in der 24. und 26. Minute stellten die Ratinger die Weichen auf Sieg. Zunächst köpfte Marwane Gobitaka die Gäste mit dem Rücken zum Tor stehend per Kopf in Führung. Taner machte dabei - unter den Augen des ehemaligen SVS-Trainers Horst Riege - eine unglückliche Figur, weil er zu weit vor seinem Kasten stand. Auch beim 0:2 pennte die Abwehr. Lukas Fedler kam an der Strafraumgrenze frei zum Schuss - diesmal war Taner machtlos. Ein Aufbäumen war bis zum Seitenwechsel nicht zu erkennen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Sonsbecker mehr Ballbesitz und in der besten Phase der Hausherren Georg Plachta (56.) und Fabian Wenten (63.) das 1:2 auf dem Fuß. Dann ließen sie jedoch mehr und mehr nach. In der Vorwärtsbewegung häuften sich wieder die Fehler, so dass es nur selten nochmals gefährlich vor Gästekeeper Dennis Raschka wurde. In der 68. Minute machte Yusuf Keser mit seinem Tor alles klar. Die komplette Hintermannschaft stand in dieser Szene neben sich. Das sehenswerte Freistoßtor von Ali Can Ilbay war dann des Guten zu viel (73.). Vier Tore schlechter waren die Sonsbecker dann doch nicht. Wenten schoss immerhin noch das 1:4 nach Kopfballvorlage von Thomas Tennagels (81.). "Wir sind diesmal nicht ins Spiel gekommen. Als Sonsbecker Spieler muss man immer an seine Leistungsgrenze gehen, um etwas zu erreichen - gerade gegen Mannschaften wie Ratingen", resümierte Geist, der hofft, dass ihm in zwei Wochen wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen.

(RP)