Lokalsport: 1:0 - Yvonne Wirtz lässt den SVB jubeln

Lokalsport : 1:0 - Yvonne Wirtz lässt den SVB jubeln

Frauenfußball: Die "neue" Stürmerin des Niederrheinligisten traf beim Auftaktsieg über den MSV Duisburg II.

Besser hätte Yvonne Wirtz in ihrer neuen Rolle als Sturmspitze des SV Budberg nicht starten können. Als die Flanke von Alexa Steffans von der rechten Seite in den Strafraum flog, war die Neu-Stürmerin acht Meter vorm Tor zur Stelle und verwandelte maßgerecht. Der gestrige Treffer von Wirtz in der 83. Minute entschied die Partie für die Niederrheinliga-Fußballerinnen.

"Schöner kann man nicht starten als mit einem Sieg gegen einen der Meisterschaftsfavoriten", freute sich Trainer Jürgen Raab über den verdienten 1:0 (0:0)-Sieg beim MSV Duisburg II. Nach den ersten 45 Minuten zeigte Raab seiner Elf in der Halbzeitansprache noch Potenziale auf. Zu viel ließ seine Defensive die junge U23-Mannschaft gewähren. Das SVB-Mittelfeld stand zu weit auseinander und war damit beschäftigt, durch viel Laufarbeit Löcher zu stopfen.

Nach dem Seitenwechsel sah das auf Budberger Seite schon anders aus. Hinten stand der SVB kompakt, und im Spiel nach vorne nutzten die Gäste ihre Räume. So bekam Chantal Schmitz eine Riesenchance. Doch den Ball setzte sie an die Latte. Kathrin van Kampen scheiterte mit drei Kopfbällen nur knapp. Für die Innenverteidigerin gab's vom Coach ein Sonderlob. "Sie hat ein überragendes Spiel gemacht", bilanzierte Raab, der insgesamt sehr zufrieden mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft war: "Spielerisch und mannschaftstaktisch gibt es sicherlich noch einiges zu verbessern, aber die Einstellung, der Kampfgeist und die Laufbereitschaft hätten nicht besser sein können."

Es spielten: Stawowy; A. Hellfeier, van Kampen, Heinen, vom Eyser, Wirtz, Schmitz (89. Meyer), S. Hellfeier (90. Faupel), Steffans (88. Kimpeler), Schneider, Hake.

Als klassischen Fehlstart kann man das 1:8 (1:4)-Debakel, das der SV Budberg II gestern in der Landesliga erlebt hat, kaum noch bezeichnen. Beim Aufsteiger SV Brünen wurde die Truppe regelrecht auseinandergenommen. In den ersten zehn Minuten sah die Zuschauer noch zwei ausgeglichene Gegner, danach legten die Gastgeberinnen den Hebel um und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Der kurzzeitige Anschluss von Katharina Engeln (18.) blieb auch die einzige Budberger Torchance in der gesamten Partie. "Ab dem 1:3 ging es nur noch in eine Richtung. Wir sind förmlich überrollt worden", fiel es Kühn kurz nach Abpfiff schwer, die Gründe für die Klatsche zu benennen. "Ein Rückstand kann immer passieren, aber das wir so auseinanderbrechen nicht. In der letzten Saison hat es uns immer ausgezeichnet, dass wir spätestens dann wieder zurückkamen."

(sfk)