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Xanten: Spielzeug-Roboter für junge Informatiker

Xanten : Spielzeug-Roboter für junge Informatiker

Mit Unterstützung des Fördervereins hat das Stiftsgymnasium einen Satz ungewöhnlicher Lehrmittel angeschafft.

Wie kann man junge Informatikschüler für die sehr theoretische und komplexe Programmiersprache begeistern? Mit dieser Frage beschäftigten sich Stefan Prahl und Tobias Storcks zuletzt intensiv. Eine Lösung haben die beiden engagierten Lehrer des Stiftsgymnasiums gefunden. Durch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein unter dem Vorsitz von Manfred Kruck konnten zwölf Lego-Roboter "Mindstorms" für den Unterricht angeschafft werden. Fast 5000 Euro wurden für die neuen Lehrmittel in die Hand genommen. Eine Investition, die sich für die wissbegierigen Sprösslinge allerdings mehr als lohnt. "Damit wird den Schülern der Einstieg in die Programmiersprache deutlich erleichtert", erklärte Lehrer Prahl. "Und eine große Hürde, die zu Frust führt, genommen", ergänzte Storcks die Vorteile der neuen Geräte. Spielerisch lernen die Gymnasiasten den Zusammenhang zwischen der Programmierung und den Befehlen, die der Roboter ausführt. Zunächst müssen die Schüler den kleinen Computer, der das Herzstück des Roboters bildet, am Rechner richtig einstellen. Statt der komplizierten Programmiersprache erscheinen vor den jungen Informatikern verschiedene Symbole auf dem Bildschirm. Anhand dieser Bilder werden die Roboter zielgerichtet programmiert. Die Hightech-Geräte sind gut ausgestattet. Licht-, Druck-, Ultraschall- und Tonsensoren sowie drei Motoren gehören zum Inventar. Weitere Aufrüstungen sind jederzeit möglich. Mit den Sensoren gilt es, die Roboter so einzustellen, dass verschiedene Probleme gelöst werden können.

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Die Achtklässler Max Achterberg, Alan Bajric, Darius Beckert und Florian Wolf durften die Neuanschaffung vorab testen. Den Zusammenbau hatten die Lehrer übernommen. In naher Zukunft müssen die Schüler, die in der neunten Klasse mit dem Roboter arbeiten, den Bausatz allerdings selbst zusammensetzen. Ziel für die Schüler ist es dann, das Prinzip der "Schleifen" zu verstehen. Ein Beispiel für eine solche Kontrollstruktur: Der Roboter wird darauf programmiert, in einem schwarz umrandeten Kreis den weiß gelassenen Ausgang zu finden. Das kann er mit Hilfe seines Lichtsensors. Der Roboter fährt so lange gegen die schwarze Linie und wendet immer wieder, bis er die weiße Stelle erreicht hat. "Wenn dies nicht klappt, müssen die Schüler beispielsweise die Drehrichtung verändern", sagte Prahl.

Interessiert nahmen die vier 14-jährigen Tester die Roboter in Beschlag. "Hauptsächlich probieren wir immer wieder aus, welche Umstellungen wir vornehmen müssen, um die Probleme zu lösen", berichtete Max Achterberg. Und sollten die Schüler einmal nicht weiter wissen, stehen ihnen ihre Lehrer sofort mit Rat zur Seite.

(sfk)