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Spenden-Aktion für Hochwasser-Opfer: Metzgerei Lemken und Bäckerei Tebart verkaufen Würtstbrötchen

Unterstützung vom Niederrhein : Wurstbrötchen essen und damit für die Fluthilfe spenden

Die Xantener Metzgerei Lemken und die Sonsbecker Bäckerei Tebart geben bis Ende August 1,50 Euro pro Wurstbrötchen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. „Wir müssen den Menschen helfen“, sagen sie.

Weitere Unternehmen vom Niederrhein unterstützen den Wiederaufbau nach der Hochwasser-Katastrophe. Die Metzgerei Lemken aus Xanten und die Bäckerei Tebart aus Sonsbeck kündigten am Dienstag an, dass sie bis Ende August von jedem verkauften Wurstbrötchen 1,50 Euro dafür spenden werden. Den Gesamtbetrag wollen sie Anfang September an die Fluthilfe-Aktion der Volksbank Niederrhein und Rheinischen Post übergeben, damit es vor Ort sinnvoll eingesetzt werden kann.

Der Wiederaufbau erfordere einen langen Atem, die Menschen in den Hochwassergebieten seien noch einige Zeit auf Unterstützung angewiesen, sagte Ludger Lemken. Deshalb hätten sich die Lebensmittelbetriebe entschlossen, über mehrere Wochen Spenden zu sammeln, zumal der Betrag dann umso größer werden könne. Ein Brötchen mit einer Bratwurst oder Mettwurst kostet in seiner Metzgerei 2,50 Euro. Fast zwei Drittel davon gehen bis Ende August an die Fluthilfe.

Die Hochwasserregionen seien schwer getroffen worden, sagte Lemken. Der Schaden sei groß. Vieles müsse komplett neu aufgebaut werden. „Wir müssen den Menschen dabei helfen.“ Sie wüssten, wie wichtig eine solche Unterstützung in einer solchen Notlage sei, sagte Dirk Rosentreter, der die Bäckerei Tebart zusammen mit seiner Frau leitet. Er erinnerte an die Überschwemmungen vor wenigen Jahren in der Region. In Sonsbeck habe damals die Hochstraße unter Wasser gestanden. Die Filiale der Bäckerei habe mit Sandsäcken geschützt werden müssen. Das Wohnhaus sei zwar betroffen gewesen. Aber insgesamt seien sie damals mit einem blauen Auge davon gekommen. Anders als in den Hochwasserregionen jetzt. Dort habe zum Beispiel ein Bäcker sieben seiner 14 Filialen verloren. Danach wisse man nicht, ob man überhaupt wieder neu anfangen könne.

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Deshalb hätten sie sich überlegt, wie sie helfen könnten, erklärte Lemken. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Würstchenbrötchen zu spenden, sei eine unkomplizierte Lösung, auch für all diejenigen, die das unterstützen wollten.

Unter dem Titel „Gemeinsam helfen“ haben die Volksbank Niederrhein und die Rheinische Post am Wochenende eine Spenden-Aktion zugunsten der Opfer der Hochwasser-Katastrophe und der Helfer vor Ort gestartet. Bis Dienstagmittag sind bereits rund 40.000 Euro zusammengekommen. „Es ist sehr bewegend und ergreifend, wie groß die Bereitschaft ist, den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen und Einrichtungen zu helfen“, sagte Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein. Nach dem Start der Spenden-Aktion hatten die Enni und die Kreishandwerkerschaft direkt zugesagt, jeweils Geld zu überweisen. Der Rheinberger Barbier Turan Akcil will die Einnahme seiner beiden Läden am Montag spenden.

(wer)