SPD Sonsbeck tritt Bündnis gegen Kiesabbau bei

Kies-Debatte am Niederrhein : SPD Sonsbeck tritt Bündnis gegen Kiesabbau bei

Genossen wollen sich im Kampf gegen Verlust an Landschaft mit den Nachbarn solidarisieren.

Der Sonsbecker SPD-Ortsverein ist dem „Aktionsbündnis Niederrheinappell“ beigetreten, das sich gegen den weiteren Kiesabbau am Niederrhein stark macht. Zwar sei die Gemeinde Sonsbeck nicht durch die Kiesabbau-Pläne des Landes betroffen, dennoch wolle die SPD Sonsbeck durch den Beitritt ein Zeichen setzen und sich mit den Bürgern aus den betroffenen Gemeinden solidarisieren, heißt es zur Begründung.

Das Aktionsbündnis spricht sich gegen die im Juli von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossenen Änderungen im Landesentwicklungsplan (LEP) aus, wonach künftig Kiesabbaugebiete für einen Zeitraum von 25 statt 20 Jahren vorgehalten werden sollen. Landrat Ansgar Müller und mehrere Bürgermeister kündigten an, dass sie gegen den LEP klagen wollen.

Das Aktionsbündnis ist auch an den Sonsbecker Gemeinderat mit der Bitte um Unterstützung herangetreten. Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Christa Weidinger, appellierte an Rat und Verwaltung, die Nachbarkommunen zu unterstützen. Bürgermeister Heiko Schmidt teilte dem Rat mit, dass die Gemeinde dem Bündnis nicht beitreten werde. „Wir sind es aber auch gerade den nachfolgenden Generationen schuldig, behutsam und verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen und können den neu beschlossenen LEP nicht nachvollziehen. Daher unterstützen wir den Niederrheinappell, der sich für eine nachhaltige Rohstoffpolitik einsetzt“, schreibt die SPD Sonsbeck.

(RP)
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