Sozialwohnungen in Vynen: Barbara Hendricks sieht keinen Grund zur Sorge

Sozialwohnungen in Vynen : Hendricks sieht keinen Grund zur Sorge

Ex-Bauministerin Barbara Hendricks schaltet sich in die Debatte um Sozialwohnungen in Vynen ein. „Wieso sollen da Probleme entstehen?“, fragt die SPD-Politikerin.

Die ehemalige Bundesbauministerin Barabra Hendricks (SPD) weist Befürchungen zurück, dass durch Sozialwohnungen ein sozialer Brennpunkt in einem Ort entstehe. Die Einkommensgrenzen für das Anrecht auf eine Sozialwohnung seien recht hoch, sodass rund 40 Prozent aller Einwohner in Deutschland dieses Anrecht hätten, schreibt die Bundestagsabgeordnete aus Kleve in einer Stellungnahme. „Diese Wohnungen sind ausdrücklich für die Mitte unserer Gesellschaft gedacht.“ Zum Beispiel könne schon eine Familie mit zwei Kindern das Anrecht auf eine Sozialwohnung haben, wenn der Vater ein Handwerksgeselle sei, und die Mutter halbtags in einer Bäckerei arbeite. „Das gleiche gilt für fast jede alleinstehende Rentnerin oder alleinerziehende Frau“, schreibt Hendricks weiter. „Alles das sind auch in Vynen ganz typische Lebensverhältnisse. Wieso sollen da Probleme entstehen?“

Hintergrund der Debatte: Auf dem Gelände der früheren Grundschule in Vynen wollen Investoren Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Sozialwohnungen bauen. Anwohner befürchten, dass dadurch ein sozialer Brennpunkt entstehen könnte. Hendricks fordert, dass die Investoren die geförderten und frei finanzierten Wohnungen über die drei geplanten Häuser verteilen. „Bei den Wohnungen wird kein Unterschied zu sehen sein, warum sollte man da einen Unterschied bei den Mietern machen?“, fragt Hendricks.

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