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Sonsbecks private Realschule hat erforderlichen Anmeldungen und kann starten

Schule in Sonsbeck : Sonsbecker Realschule ist bald startklar

Es sind mehr als die 17 notwendigen Schüler angemeldet worden. Auch die Leitung der Schule steht samt Kollegium. Zunächst wird nur ein Gebäudeteil bezogen. Der wird gerade hergerichtet.

Trotz Corona-Krise geht die Realschule Sonsbeck wie geplant an den Start: Am 12. August beginnt dort für die ersten Kinder der erste Schultag an einer weiterführenden Schule. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Doch Elke Reichertz, die die Gründung der Privatschule auf den Weg gebracht hat, ist zuversichtlich, dass auch weiter alles nach Plan laufen wird: „Durch Corona hat sich alles ein wenig verzögert. Dafür arbeiten wir jetzt mit Hochdruck daran, die Schule pünktlich fertigzustellen“, sagt sie.

Aktuell befindet sich vor dem Gebäude noch eine große Baustelle. Die soll im Laufe der Sommerferien abgearbeitet werden. Insgesamt gibt es vier Gebäudeteile. Die Schule wird zunächst nur einen davon beziehen. In den folgenden Jahren sollen die anderen Gebäudeteile nach und nach saniert und neu gestaltet werden. Im Schulgebäudeteil werden zurzeit neue Fenster eingesetzt, die Zimmerdecken renoviert, die Fachräume für Biologie und Physik modernisiert und einmal alles gestrichen.

„Wir stellen hier alles auf den Kopf“, sagt Reichertz. Die Kinder werden an ihrem ersten Schultag in „hellen, renovierten und gestrichenen Räumen“ erwartet. „Ein frischer Start für alle“, sagt Reichertz. Jetzt müsse nur noch noch auf die Genehmigung der Bezirksregierung gewartet werden – da aber alle Voraussetzungen erfüllt würden, sei dies nur ein formeller Akt.

Eine Schulleiterin gibt es schon und auch das Lehrerkollegium, bestehend aus erfahrenen und fachkundigen Lehrkräften, ist komplett. Voraussetzung für den Start der Schule war die Mindestanzahl von 17 Anmeldungen. Über dieses Ziel seien sie hinausgeschossen, sagt Reichertz. „Wir haben sogar mehr Anmeldungen, als wir brauchen.“ In einem geringen Umfang sind noch Anmeldungen für das fünfte Schuljahr möglich. Interessierte Eltern können dafür einen Termin über die Homepage buchen.

Dem Schulstart am 12. August steht also nichts mehr im Wege. Dass alles so schnell gehen würde, hatte die 48-jährige Initiatorin nicht gedacht. Vor zwei Jahren, im Sommer 2018, kamen sie und ihr Mann auf die Idee, eine eigene Schule zu gründen. Sie zögerten nicht lange, fanden schnell ein Gebäude, ein Planungsteam und viel Zuspruch. „Für so einen kleinen Ort ist das schon beachtlich“, findet Reichertz.

Auch am Schulkonzept habe sie in den letzten zwei Jahren ausführlich feilen können und entschieden: „Wir möchten Schule nicht neu erfinden. Wir möchten die Schüler bestmöglich ausbilden“, sagt sie. Dazu gehöre neben hochwertigem Unterricht auch die Stärkung und Entwicklung selbstbewusster Persönlichkeiten und die Vermittlung von Werten.

Das heiße aber nicht, dass die Schule nicht auf Zukunft ausgerichtet sei. Digitalisierung soll groß geschrieben werden: Jeder Schüler erhält zum Schulstart einen eigenen Laptop, der auch zu Hause genutzt werden soll. „So fördern wir auch die Eigenverantwortlichkeit“, sagt die 48-Jährige. Wert legt der Förderverein außerdem auf kleine Klassen, sodass die Schüler individueller betreut werden können. Wenige Schüler, wenige Lehrer – eine überschaubare Gruppe, in der jeder jeden kennt und ansprechen kann.

Begünstigt werde das durch das Gebäude. Unterrichtsräume, Verwaltung, Sporthalle und Lehrerzimmer liegen nahe beieinander, sodass alles an einem Ort passiere. Bevor es so richtig losgeht, möchte Reichertz noch einen Elternabend veranstalten. Dieser war ursprünglich Ende für Mai geplant, musste wegen Corona aber leider abgesagt werden.

Reichertz hofft nun, dass der nächste Termin Ende Juni stattfinden kann, damit alle Eltern die Lehrer kennenlernen und letzte Fragen klären können. „Ich möchte, dass Eltern und Schüler top informiert in die Sommerferien starten können“, sagt sie.