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Sonsbecker befürchten Probleme durch Biber-Damm an der Ley

Rückstau an der Ley : Sonsbecker befürchten Probleme durch Biber-Damm

Ein Biber hat an der Sonsbecker Ley im Bereich Rodekampsweg einen Damm angelegt. Um den Durchfluss zu gewährleisten, soll er in etwa 25 Zentimetern Höhe abgetragen werden.

Die Gemeinde Sonsbeck ist um einen tierischen Bewohner reicher. Wie Georg Schnitzler vom Fachamt Bauen und Planen im Bauausschuss am Dienstag erklärte, hat ein Biber an der Sonsbecker Ley im Bereich Rodekampsweg einen Damm angelegt und damit für einen natürlichen Rückstau gesorgt. Das beunruhigt allerdings auch einige Bürger.

FDP-Ratsherr Jürgen Kühne sagte, dass sich einige Anwohner an ihn gewandt hatten, weil sie durch den Biber-Damm Probleme bei einem möglichen Starkregen sehen. Die Sorge, so Ausschussvorsitzende Agnes Quinders (CDU), sei berechtigt. Da der Biber unter Artenschutz stehe, dürfe man ihn jedoch nicht vertreiben und seinen Damm vernichten, erklärte Schnitzler.

Also gab es vor zwei Wochen einen Ortstermin mit Vertretern des Naturschutzbundes und des Amtes für Wasserrecht beim Kreis Wesel. Der Biologe habe bestätigt, das den Damm ein Biber angelegt hat, um Wasser aufzustauen. Im nächsten Zug würde er eine Burg bauen, in der er wohnen und sich vermehren könnte, berichtete Schnitzler. Der Damm dürfe in etwa 25 Zentimetern Höhe abgetragen werden. Quinders Frage, ob man den Biber vergraule, wenn man den Damm etwas abträgt, konnte im Ausschuss nicht geklärt werden.

(jas)