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Sonsbeck und Alpen bewerben digitalen Dorfplatz

Angebot für Bürger, Vereine, Firmen : Sonsbeck und Alpen werben gemeinsam für digitalen Dorfplatz

In Sonsbeck und Alpen gibt’s einen digitalen Dorfplatz. Hier können Firmen, Vereine und Bürger einander gratis über Veranstaltungen und Produkte informieren.

Die Gemeinden Sonsbeck und Alpen haben für ihre Orte gemeinsam einen digitalen Dorfplatz aufbauen lassen. Bürger, Vereine und örtliche Unternehmen haben so die Möglichkeit, Menschen in der Region auf Neuigkeiten, Veranstaltungen, Aktionen, Produkte und Jobs hinzuweisen. Das Angebot ist als Alternative und Ergänzung zu Facebook, Whatsapp, Ebay und anderen Diensten gedacht. Der Dorfplatz bietet weitgehend die gleichen Funktionen. Dafür muss der Nutzer die App Crossiety auf seinem Smartphone installieren oder die gleichnamige Internetseite aufrufen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Datenschutz soll gewährleistet sein.

Der digitale Dorfplatz ist im Frühjahr gestartet. Sein Erfolg dürfte auch von der Anzahl der Teilnehmer abhängen: Je mehr Menschen mitmachen, umso mehr können darüber erreicht werden, umso mehr veröffentlichen Beiträge, umso mehr wollen mitmachen. Bisher hätten sich noch zu wenige angemeldet, sagt Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. In Sonsbeck seien es etwa 600 Menschen, berichtet Bürgermeister Heiko Schmidt.

Wegen der Corona-Krise habe es bisher aber auch keine Möglichkeit gegeben, Bürgern den digitalen Dorfplatz näher vorzustellen. Es seien noch Veranstaltungen geplant, um den Menschen genau zu erklären, wie sie das Angebot nutzen könnten und welche Vorteile sie dadurch hätten. Wenn sich die Vereine anmeldeten und darüber ihre Mitglieder über Veranstaltungen informierten, könne das „ein Motor“ für die Entwicklung des Dorfplatzes sein, denkt Schmidt.

Am Mittwoch sprachen er und Ahls mit Vertretern der örtlichen Wirtschaft darüber, welchen Nutzen der Dorfplatz für Firmen aus den beiden Gemeinden bieten kann. „Wenn die Unternehmer merken, dass es einen Mehrwert gibt, dann sind sie dabei“, sagte Werner Borchers, Vorsitzender des regionalen Wirtschaftsverbandes Aktive Unternehmer. Ähnlich äußerte sich Rainer Vermöhlen, Vorsitzender der Sonsbecker Werbegemeinschaft.

Schmidt und Ahls antworteten, dass Einzelhändler, Dienstleister, Handwerker, Gastronomen und andere Unternehmer über den Dorfplatz mit den Bürgern im Dialog bleiben und sie über ihre Produkte, Dienstleistungen, Stellengesuche oder Angebote informieren könnten, und zwar kostenlos. „Wir wollen unsere Unternehmen unterstützen“, sagte Ahls.

Sonsbeck und Alpen nutzen für den Dorflatz die Software der Schweizer Firma Crossiety. Die Kosten liegen im ersten Jahr bei etwa 5000 Euro je Kommune. 2021 werden 20.000 Euro für beide Gemeinden fällig. Sie wollen dafür eine Förderung über 65 Prozent durch die Leader-Region erreichen. Die Kommunen in der Nachbarschaft seien gefragt worden, ob sie mitmachen wollten, letztlich seien Alpen und Sonsbeck aber unter sich geblieben, sagte Thomas Ahls.