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Sonsbeck: Trotz abgespecktem Programm kamen viele zum Herbstmarkt

Einzelhandel in Sonsbeck : Herbstmarkt lockte viele nach Sonsbeck

Die Werbegemeinschaft hatte sich wegen der anhaltenden Pandemie beim verkaufsoffenen Sonntag für ein abgespecktes Angebot entschieden. Der Zugkraft tat das keinen Abbruch. Händler und Publikum waren zufrieden.

„Endlich wieder unter Menschen“, freute sich Ursula Weber aus Goch, die am Sonntag ihre Freundin in Sonsbeck und mit ihr den ersten traditionellen Herbstmarkt in der Gemeinde nach dem Corona-Lockdown besucht hat. Die Gocherin war nicht die Einzige, die die Gelegenheit nutzte, „mal wieder unter Menschen zu kommen“. Viele Hundert Besucher aus Sonsbeck und Umgebung flanierten von 9 Uhr morgens bis gegen 18 Uhr über die Hochstraße, die zwischen Netto und der Balberger Straße von Kunsthandwerkern gesäumt war. Man konnte ihnen bei ihrer Arbeit zusehen. Auch Imbiss- und Getränkeständen sowie Attraktionen für Kinder und zahlreiche Verkaufsstände der ortsansässigen Einzelhändler machten das Bummeln zum lohnenden Erlebnis.

Auch viele Nebenstraßen waren mit ins Fest einbezogen. So animierte in der Wallstraße Christel Gembries, Inhaberin vom „Pumuckl“, Kinder zum Mitspielen. Dazu gab es einen Künstler, der für die Kleinen Tiere aus Luftballons knotete, einen Kaffeestand, an dem es außer dem braunen Heißgetränk unter anderem selbst gebackene Waffeln gab.

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Die Attraktion hier war eindeutig das wilde „Tigerenten-Riding“. Wie Erwachsene beim Reiten auf dem elektrischen Bullen konnten hier Kinder versuchen, sich möglichst lange im Sattel des freundlichen, gelb-schwarz gestreiften Wesens zu halten, das man aus Kindersendungen im Fernsehen kennt. Am Ende landeten aber alle mehr oder weniger sanft im weichen Luftkissen.

  Lioba Feis war mit ihrem Lebensgefährten Dieter Willemsen aus Menzelen-West in ihren Geburtsort gekommen, „um mal wieder alte Bekannte zu treffen“.
Lioba Feis war mit ihrem Lebensgefährten Dieter Willemsen aus Menzelen-West in ihren Geburtsort gekommen, „um mal wieder alte Bekannte zu treffen“. Foto: vastmans

Auch die Gastronomie freute sich. Entlang der Festmeile gab es kaum einen freien Außensitzplatz. Frauke Stoppelenburg und Susanne Kesseler von der „Fashion Boxx“ waren begeistert. „Endlich wieder Leben im Ort“, schwärmte Stoppelenburg. Susanne Kesseler ergänzte: „Schon seit 9 Uhr ist hier richtig was los.“ Die Leute seien gut gelaunt und machten den Eindruck, alle hätten nur darauf gewartet, wieder losgelassen zu werden. Beide versicherten, sich „richtig auf den Tag gefreut“ zu haben.

Die Sonsbeckerin Lioba Feis, die seit einigen Jahren mit ihrem Lebensgefährten Dieter Willemsen im Alpener Ortsteil Menzelen-West lebt, hat viele Bekannte getroffen. „Man freut sich darüber, Menschen zu treffen, die man aufgrund der Pandemie längere Zeit nicht gesehen hat“, so das Fazit der selbstständigen Frisörin.

Manfred Gembries, Marktleiter und stellvertretender Vorsitzender der Sonsbecker Werbegemeinschaft, war mit der Resonanz sehr zufrieden: „Wir haben aufgrund der noch anhaltenden Pandemie bedeutend weniger Aussteller angesprochen, als das in den letzten Jahren der Fall war, und doch ziehen die etwa 30 Aussteller, die zu den rund 15 Geschäften, den Kleinkünstlern und dem Speisenangebot dazu kommen, so viele Menschen an.“ Besucher, die sich für die Geschichte des Ortes interessierten, konnten an einer kostenlosen Führung mit dem neuen Stadtführer Willi Hagenay teilnehmen. Er führte die Leute auf einen historischen Rundweg.

Musikalisch wurden die zahlreichen Gäste aus der Konserve und durch den fetzigen Live-Auftritt der Sonsbecker Band „The Coro“ unterhalten. Die Musiker freuten sich über die Gelegenheit, nach fast anderthalb Jahren Zwangspause wieder vor Publikum zu spielen. Auch hier herrschte Freude pur. Endlich mal wieder.

(rava)