Sonsbeck: Sonsbeck stellt den neuen KWW-Chef

Sonsbeck: Sonsbeck stellt den neuen KWW-Chef

Die drohende Führungskrise beim Kommunalen Wasserwerk ist abgewendet. Die Lösung kommt aus dem Sonsbecker Rathaus. Seit Donnerstag steht fest: Georg Tigler, Fachbereichsleiter Bauen und Planen, wird neuer KWW-Geschäftsführer.

Die KWW-Gesellschafterversammlung hat Donnerstagnachmittag Georg Tigler einstimmig zum neuen Geschäftsführer des Wasserversorgers für Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten bestellt. Der 47-Jährige löst im Januar Otfried Kinzel ab, der in den Ruhestand geht. Damit ist auch die Chef-Personalie geklärt, nachdem sich schon die politischen Turbulenzen nach der Trennung vom Geschäftsbesorger Niag gelegt haben.

Es war der zweite Anlauf, die Kinzel-Nachfolge zu regeln. Anfang des Jahres hatte die ausgeguckte Bewerberin auf den KWW-Chefposten abgewinkt und ein erneutes Bewerbungsverfahren notwendig gemacht. Entsprechend erleichtert war Sonsbecks Bürgermeister Heiko Schmidt als aktueller Sprecher der KWW-Gesellschafter, dass nach all den Irrungen und Wirrungen der Vorschlag der Auswahlkommission so glatt durchgegangen ist: "Das ist sicher ein gutes Signal."

Schmidt bekräftigte seine Überzeugung, mit Tigler einen Mann gefunden zu haben, der einer Idealbesetzung nahe kommt. "Er bringt neben kaufmännischem Sachverstand auch technisches Know-how mit, hat viel Verwaltungserfahrung und kennt sich mit dem politischen Umfeld seiner neuen Aufgabe bestens aus", sagt Sonsbecks Bürgermeister über die Vorzüge seines scheidenden Leiters im Fachbereich Bauen und Planen. Dessen beruflichen Wechsel betrachte er mit einem "lachenden und einem weinenden Auge", so Schmidt: "Ich habe Georg Tigler als Führungskraft mit ebenso hoher Fach- wie menschlicher Kompetenz kennengelernt." Dessen Vorstellung habe auch die anderen Gesellschafter überzeugt. "Erleichterung und Zufriedenheit waren spürbar", so der KWW-Sprecher. "Das passt wie Faust aufs Auge."

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Ein Gleitflug soll den geordneten Übergang in der KWW-Führung sicherstellen. Georg Tigler steigt Mitte Juli mit halber Kraft ins KWW-Geschäft ein. Der Wechsel wird im Oktober komplett vollzogen. Vom neuen Jahr an übernimmt er den Staffelstab von Otfried Kinzel, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft. "So wollen wir den Wissenstransfer gewährleisten", so Schmidt.

Tigler sagte auf Nachfrage, dass er sich aus freien Stücken auf die Stelle beworben habe: "Das Anforderungsprofil hat einfach gepasst." Nachdem die erste Bewerbungsrunde ohne Ergebnis geblieben sei, habe er seine Chance gesehen. Er freue sich, dass es geklappt hat, "auch wenn es mir in den 21 Jahren im Rathaus an nichts gefehlt hat". Aber für berufliche Veränderung sei jetzt "genau der richtige Zeitpunkt."

Georg Tigler, der mit Frau und zwei Kindern (7 und 12) in Ginderich wohnt, hat an der Fachhochschule Münster kommunales Ver- und Entsorgungswesen studiert.

(bp)