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Sonsbeck plant „leuchtende Martinstage“

Alternative zum Umzug : Sonsbeck plant „leuchtende Martinstage“

Wegen der Corona-Pandemie fällt der Martinszug in Sonsbeck aus. Aber die Organisatoren bereiten eine Alternative für Kinder und Ältere vor. Außerdem wird über „leuchtende Martinstage“ nachgedacht.

Das Lichtermeer, in das der Martinszug die Gemeinde Sonsbeck alljährlich im November verwandelt, wird es dieses Mal nicht geben – wegen der Corona-Pandemie. Diesen Beschluss bekräftigten die Mitglieder des St.-Martins-Vereins Sonsbeck, die zur Hauptversammlung am Mittwoch ins katholische Pfarrheim gekommen waren. „Martinszüge dürfen zwar stattfinden“, erklärte Vorstandsmitglied Birgit Enters. Die Coronaschutz-Verordnung sehe jedoch so umfassende Vorsichtsmaßnahmen vor, dass deren Befolgen nicht sicher gewährleistet werden könne. „Wir können es nicht verantworten, dass Sonsbeck zu einem Corona-Hotspot wird.“

Wie bereits bekannt, hat der Verein eine Alternative entwickelt, und auch sie wurde einstimmig verabschiedet. Es bleibt bei einem Besuch der drei Kindergärten (12. November) und der Grundschule (13. November) durch St. Martin. Den Kindern, die bei akzeptablen Wetter gruppen- und klassenweise vor die Einrichtungen kommen, werden Weckmänner überreicht, auch den Bewohnern des Senioren- und des Behindertenwohnheims wird ein Stutenkerl überbracht. Die älteren Sonbecker, die in selbstständig geführten Haushalten leben, werden nicht vergessen. Sie erhalten auch einen großen Weckmann.

Der Vorsitzende des Vorstands, Johannes Jansen, dankte allen Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Arbeit. Eine besondere Ehrung erfuhr das scheidende Vorstandsmitglied Jessica Grüters. Sie hatte als Kassenprüferin und Mitglied des Probierausschusses mehr als ein Jahrzehnt dem Vorstand angehört. Als Kassiererin und stellvertretender Vorsitzender des Vereins wurde das Ehepaar Stefanie und Stefan Vermöhlen einstimmig gewählt. Marlies Hageney wurde als Kassenprüferin bestätigt, als zweite Kassenprüferin nahm Jane Aengenheister ihr Ehrenamt an. Die Mitglieder stimmten freudig der Idee der Pfarrei St. Maria Magdalena zu, „leuchtende Martinstage in Sonsbeck, Labbeck und Hamb“ zu veranstalten. Marita Gesthuysen machte Werbung für einen Fackelzug in kleinen Gruppen. Um das Gerebernushaus herum soll es Stellen geben, an denen die Gruppen ein oder zwei Lieder für die Bewohner singen können. Zu einer Verbesserung des Etats führte die Spende, die Matthias Broekmann im Namen der CDU übergab.