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Sonsbeck: Neuer Niederrheinkrimi von Erwin Kohl aus Alpen

Neuer Niederrhein-Krimi von Erwin Kohl : Ein neuer Fall für Privatdetektiv Lukas Born

Am 23. September erscheint Erwin Kohls neuer Niederrhein-Krimi „Der war schon tot“. Die Premierenlesung ist am 8. Oktober im Sonsbecker Kastell geplant.

Lukas Born ist noch ganz der alte: Schrullig, chronisch pleite, immer froh, wenn sein alter Diesel namens Emma anspringt, und stets von Manolo, seinem treuen Vierbeiner, begleitet. Natürlich wohnt Born noch auf dem Campingplatz Happy Eiland in Labbeck, weil er sich eine richtige Hütte nicht leisten kann (auch wenn seine Freundin Linda ihn von dort wegholen will). Denn Born, einstmals Ermittler bei der Mordkommission Krefeld, ist schon lange suspendiert und schlägt sich jetzt als Privatdetektiv durch. Sucht verlorengegangene Katzen oder Kühe. Er ist so was wie die niederrheinische Ausgabe von Columbo.

„Irgendwie kommt ihm immer wieder ein Mord dazwischen“, erzählt Erwin Kohl. Der 60-jährige Alpener hat Lukas Born erschaffen. Kohl ist Schriftsteller und veröffentlicht am 23. September seinen vierten Niederrhein-Krimi mit dem Berufsschnüffler in der Hauptrolle. „Die Figur ist noch lange nicht auserzählt“, versichert Kohl, den viele Leser der Rheinischen Post auch als Journalisten kennen.

Also: Der Privatdetektiv ist wohlauf, aber sein Erfinder hatte ein Problem. „Dieser Roman war schwierig“, gesteht Kohl. „Ich hatte am Anfang eine sechswöchige Schreibblockade. Auf den ersten 20, 30 Seiten muss man die Leser mitnehmen, sonst steigen sie aus.“ Kohl begab sich dorthin, wo seine Krimis spielen: nach Labbeck auf den Campingpark Kerstgenshof, verkrümelte sich fünf Tage dorthin. „Danach lief es wie von selbst“, so Erwin Kohl. Von August bis Ende Dezember vergangenen Jahres hieß die Hauptbeschäftigung des Autors: schreiben, schreiben, schreiben. Dann war das Buch mit dem Titel „Der war schon tot“ endlich fertig.

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Diesmal hat sich Kohl an einem „cold case“ orientiert; an einem ungeklärten, mysteriösen Mordfall von 1984. „Der fasziniert mich schon seit zehn Jahren“, sagt der Alpener. „Ich habe meine Geschichte an diesen Fall angelehnt, ich habe ihn nicht übernommen“, so Kohl. „Ich glaube, die Leute werden später sagen: Da ist die Fantasie mit ihm durchgegangen. Aber das ist tatsächlich so passiert. Die spannendsten Kriminalfälle schreibt das Leben.“

Orte des Geschehens sind diesmal Emmerich-Elten, Xanten, Sonsbeck-Labbeck, Krefeld, Würselen und Wesel. Der Fall führt ins Drogenmilieu. Es geht um Lenny, der eine gescheiterte Figur ist. Seine Leiche liegt irgendwann an der Hammerstraße zwischen Veen und Sonsbeck. „Ich habe extra eine kurvenreiche Straße gesucht“, so Erwin Kohl. „Und gerade hatte ich die Leiche dort abgelegt, da wurde die Kurve begradigt. Naja, das konnte ich nicht wissen.“

Der neue Kohl-Krimi (es ist sein insgesamt 14.) erscheint am Donnerstag, 23. September, im Kölner Emons-Verlag. Lukas Born muss darin sowohl privat als auch beruflich bis an seine Grenzen gehen. Erste Hinweise darauf, wie er das macht, erhalten Leser und Interessierte am Freitag, 8. Oktober, ab 20 Uhr aus erster Hand. An diesem Abend findet im Sonsbecker Kastell an der Herrenstraße die Premierenlesung statt. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Kulturverein „Son’Kult“ und der Volksbank Niederrhein. Den musikalischen und optischen Leckerbissen dazu liefert in gewohnter Qualität die Kultband „Glam Bam“ mit 70er-Jahre-Hits von T.Rex, Sweet, Slade und vielen mehr. Kohl und die Band machen wieder Glitter­atur, eine Mischung aus Glam- und Glitter-Rock und Literatur.

Derzeit ist die Auslastung des Kastells nach den aktuellen Corona-Regeln auf 50 Prozent reduziert, das entspricht 150 Sitzplätzen. Zugelassen sind zum jetzigen Stand Besucher, die vollständig geimpft, genesen oder getestet sind. Weil sich das in den kommenden Wochen noch ändern kann, der wichtige Hinweis: Der Eintritt erfolgt nur gemäß der am Veranstaltungstag geltenden Corona-Schutzverordnung.

(up)