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Sonsbeck: Flüchtling steht wegen Brandstiftung vor Gericht

Feuer in Sonsbecker Asylunterkunft : Flüchtling steht wegen Brandstiftung vor Gericht

Der 29-jährige Mann wird beschuldigt, die Matratze in seinem Wohncontainer in Sonsbeck angezündet zu haben. Ihm droht die unbefristete, geschlossene Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Ein 29-jähriger Asylbewerber aus Sonsbeck muss sich von Donnerstag, 28. Januar, an wegen versuchter schwerer Brandstiftung vor Gericht verantworten. Ihm droht die unbefristete, geschlossene Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-jährigen Mann vor, am 16. Juni vergangenen Jahres das Kopfteil seiner Matratze in einer Flüchtlingsunterkunft in Sonsbeck angezündet zu haben. Anschließend soll er die Flüchtlingsunterkunft verlassen haben. Nur durch ein schnelles Einschreiten der Feuerwehr, so die Staatsanwaltschaft, habe ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert werden können.

Verletzt wurde bei dem Brand an der Stettiner Straße niemand. Doch als das Feuer am 16. Juni 2020 gegen 17 Uhr ausbrach, hätten sich noch zwei Menschen in dem Wohncontainer für Flüchtlinge befunden, wie die Sonsbecker Feuerwehr damals angab. Die beiden Männer hätten sich aber selbstständig ins Freie retten können.

Der Container, der auf dem Gelände der Spedition Hegmann Transit stand, war von insgesamt drei Männern bewohnt. Die Feuerwehrleute der Einheiten Sonsbeck und Hamb löschten die Flammen. Der Container war nach dem Brand jedoch nicht mehr bewohnbar. Die Männer mussten in anderen Wohnungen untergebracht werden.

Im Rahmen der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass einer der Bewohner das Feuer vorsätzlich gelegt hat. Die Polizei nahm den 29-jährigen Angeklagten vorläufig fest. Um die Ursache des Feuers zu klären, wurde auch ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Demnach soll eine Matratze in Brand gesteckt worden sein.

Bei dem Prozess vor der großen Strafkammer handelt es sich um ein Sicherungsverfahren. Aufgrund einer psychischen Erkrankung soll der Beschuldigte zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein. Ihm droht die unbefristete, geschlossene Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Zur Hauptverhandlung sind fünf Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

Der Prozess beginnt am Donnerstag, 28. Januar, um 9 Uhr im Gebäude des Amtsgerichts Moers, Saal 106.

(beaw)