Sonsbeck: Die Bauarbeiten am neuen Pfarrheim der Gemeinde St. Maria Magdalena stehen kurz vor der Vollendung

Sonsbeck: Ein Haus für die ganze Gemeinde

Die Bauarbeiten am neuen Pfarrheim der Gemeinde St. Maria Magdalena in Sonsbeck stehen kurz vor der Vollendung. Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit und einigen Problemen freut sich Pfarrer Günter Hoebertz auf die Einweihung.

Große, bodentiefe Glasfenster lassen den Blick zu auf einen großen, lichten Saal. Eine Ahnung von vielen Versammlungen und Festen stellt sich ein, derweil überall noch kräftig gearbeitet wird. Doch: Das Ende ist absehbar. Gut zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich steht das Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena in Sonsbeck vor der Vollendung. Am zweiten Wochenende nach den Sommerferien, am 16. September, wird die Einweihung gefeiert. Pfarrer Günter Hoebertz ist sicher: „Dann werden wir einziehen, selbst wenn dann vielleicht immer noch nicht alles fertig sein sollte.“

Dem Pfarrer reicht’s wohl auch – wie vielen der 5000 Seelen zählenden Kirchengemeinde. Schon beim Abriss des alten Pfarrheims, das die Gemeinde ein Jahr zuvor als Winterunterkunft für 40 Flüchtlinge bereitgestellt hatte, hatte es nicht erwarteten Ärger gegeben. Asbestfunde mussten erst fachgerecht entsorgt werden, bevor der Bagger Anfang Februar 2017 anrücken konnte. Zum Ersten Advent, so zeigten sich Hoebertz und der Münsteraner Architekt Klaus Burhoff damals sicher, werde das neue Haus, das sich die Gemeinde bereits seit 30 Jahren wünschte, mit Leben gefüllt werden. Doch dann war an mehreren Stellen das Dach undicht. Eine neue Firma musste beauftragt werden. „So etwas dauert, da mussten viele Rechtsfragen geklärt und Fristen gewahrt werden“, erinnert sich der Pastor. Und durch die Verzögerungen gab es dann auch einen Stau bei den beteiligten Firmen.

Doch jetzt scheint es zügig voranzugehen. Ein Trennschleifer zerreißt immer wieder die Stille, am Parkplatz mit seinen zwölf Stellflächen müssen die letzten Steine gesetzt werden. Aber inzwischen kann sogar ein Gartenbauer tätig werden. Büsche und Bäume sollen gepflanzt werden.

Der überdachte Eingangsbereich zum durchweg behindertengerechten Magdalena-Heim liegt nur wenige Schritte gegenüber des nördlichen Seitenportals der Kirche. „Demnächst werden wir hier nach den Sonntagsmessen zusammenkommen“, freut sich Hoebertz. Im Rücken des Foyerbereichs sind auch gleich die Toiletten angesiedelt. Zwei sind behindertengerecht. Und alle werden auch während Andachten, Messen und Konzerten in der Kirche geöffnet sein.

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Linkerhand des Eingangs wird die örtliche Caritas ihr neues Domizil beziehen. Ein Raum, der auch vom Parkplatz erreichbar und in der Größe in etwa den heutigen Gegebenheiten entspricht. Allerdings: „Wir werden mehr Stauraum haben als bisher“, sagt Hoebertz. In der Behinderten-Werkstatt von Haus Freudenberg werden passgenaue Schränke geschreinert.

Und dann der Gemeindesaal: 140 Quadratmeter groß mit Platz für 280 Menschen beziehungsweise 100, wenn sie an Tischen sitzen. Eine abgehängte Decke sorgt für eine gute Akustik. Der Clou: Durch verschiebbare Wände lassen sich ein größerer oder zwei kleinere Gruppenräume abtrennen. Eine Durchreiche schafft die Verbindung zu einer Küche, an der der Pfarrer mit den größten Spaß hat. Kein Bücken mehr: Eine von oben zu bestückende Spülmaschine schafft einen Waschgang in drei Minuten. In einem Konvektionsofen mit Luftbefeuchter können jede Menge Gerichte gegart werden. Kaffeemaschinen sind stets einsatzbereit. Die Ideen hat Hoebertz vor vier Jahren aus Goch mitgebracht. „Wir ersparen uns jede Menge Zeit. Die Ehrenamtler, die bei und nach Festen jede Menge zu tun hatten, können nun auch mitfeiern.“

Die Jugend bekommt ihren eigenen Bereich im entgegengesetzten Gebäudeteil – mit einem eigenen Eingang. Der große Gruppenraum kann ebenfalls geteilt werden. Und draußen kann dann wohl auch gegrillt werden. Oben auf dem Dach, das begrünt werden soll, liegt bereits das Granulat. Und auch im Haus ist längst die Bodenheizung verlegt. „Mit Ausnahme des Kühlraums der Küche. Darauf habe ich gesteigerten Wert gelegt“, sagt Hoebertz und grinst.