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Sonsbeck: Chor "Cantiamo" begeistert bei Konzert in St. Bernardin

Konzert-Premiere : Chor „Cantiamo“ gibt wegweisendes Konzert in St. Bernardin

Mehr als einhundert Sänger standen in der vollbesetzten Kirche der Wohnanlage in Hamb auf der Bühne. Im Wechselspiel mit dem Männergesangsverein Cäcilia Schaephuysen entwickelte sich ein beeindruckender „Sängerwettstreit“.

(usp) Mit knapp einhundert Sängern setzte der Kapellener Chor „Cantiamo“ zusammen mit dem Männergesangverein Cäcilia Schaephuysen neue musikalische Akzente bei seinem ersten eigenen Herbstkonzert in der Kirche von St. Bernardin. Unter der Leitung von Lothar Hackstein und begleitet von der Band „Tabasco“ gab es ein rund zweistündiges Programm mit Folksongs, Gospel und Schlagern bis hin zu Pop und Rock aus mehr als vier Jahrzehnten.

Bis auf den letzten Platz war der Kirchenraum gefüllt, als „Cantiamo“ mit dem Traditional „Heaven is a wonderful place“ beschwingt und kraftvoll die Veranstaltung eröffnete. In rhythmisch geprägten afrikanischen Liedern zeigte sich die Stimmfülle des Chors. Die Schaephuysener Männer antworteten darauf ebenfalls mit Gospelsongs.

So ging der „Sängerwettstreit“ über in modernes, weltliches Liedgut, das sich als überraschend anspruchsvoll herausstellte und vom MGV Cäcilia exakt und vollendet vorgestellt wurde. Nicht nur die schwierigen Gesangspartituren und rhythmischen Finessen bei „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens, auch „Über sieben Brücken musst du geh’n“ sorgten für Stimmung beim begeisterten Publikum. Besonders das Stück „Weit, weit weg“ des Liedermachers Hubert von Goisern beeindruckte mit einer präzise vorgetragenen Mischung aus Rock- und Volksmusik. Gestochen scharf waren die Einsätze beim Beach Boys-Hit „Barbar‘ Ann“ – und bei „Über den Wolken“ ließ Hackstein die starken Sopranstimmen glänzen. „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens und „Mama Mia“ von Abba überzeugten mit klarer Artikulation und sauberem Klang ebenso wie das melancholisch wirkende „Tears in Heaven“ von Eric Clapton.

Zu einem Höhepunkt des Abends kam es mit „Cantiamo“ und der Kult-Hymne „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Das Lied spiegelte postmoderne Pop-Kultur, die in der Präsentation des Chores gelebt wurde. Mit dem „Halleluja“ von Leonard Cohen und einem sehr ansprechenden „Vater unser“ von Hanne Haller und Bernd Meinunger beschlossen die Chöre ein wegweisendes Konzert, das vom Publikum mit viel Beifall belohnt wurde.