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Sonsbeck: Amprion und Bauern einigen sich auf Rahmen für Bau der A-Trasse

Energiewende in Sonsbeck : Amprion und Bauern einig an der A-Trasse

Nach mehr als zwei Jahren Verhandlung: Bauern und Stromnetz-Bauer Amprion verständigen sich auf Rahmen für den Bau der Stromtrasse von Emden bis Osterath. Das sind die Eckpunkte und der Zeitplan.

Landesbauernverbände und das Leitungsbauunternehmen Amprion haben sich nach langwierigen Verhandlungen auf eine Rahmenvereinbarung zum Bau der Stromtrasse A-Nord verständigt. Die noch im Genehmigungsprozess befindliche Erdkabel-Planung für A-Nord sieht eine knapp 300 Kilometer lange Trasse vor: von Emden durchs Ems- und Münsterland bis nach Meerbusch-Osterath bei Düsseldorf. Dabei passiert sie auch Sonsbecker Terrain. Bei der Umsetzung des Projekts soll diese Regelung beim Abschluss der noch ausstehenden individuellen Gestattungsverträge mit Eigentümern und Bewirtschaftern auf der Trasse als Grundlage dienen.

Dabei sei es erstmals gelungen, für eine länderübergreifende Trasse eine gemeinsame Regelung auszuhandeln. Henner Braach, Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) betonte, dass „Landwirtschaft und Energiewirtschaft sich zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für das Gelingen der Energiewende bekennen“. Klaus Wewering, Leiter Netzprojekte bei Amprion, unterstrich den partnerschaftlichen Ansatz: „Für uns ist wichtig, mit den von dieser Leitung betroffenen Menschen in gutem Austausch zu stehen. Das sind in erster Linie Menschen aus der Landwirtschaft.“ Der Netzausbau erfolge schließlich zum sehr großen Teil unter Einbeziehung ihrer Nutzflächen. Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) nennt wesentliche Punkte der Vereinbarung: „Es ist gelungen, dass beim Netzausbau sowohl Fragen zu bodenschonender Bauweise als auch zur angemessenen Entschädigung für Grundeigentümer und Flächenbewirtschafter umfassend berücksichtigt werden.“ Summen werden nicht genannt. Peter Barth, Amprion-Geschäftsführer Offshore, verbindet mit der Einigung die Hoffnung, dass langwierige und teure juristische Zwangsverfahren vermieden werden und der Netzausbau möglichst schnell umgesetzt werden kann. Amprion geht aktuell davon aus, dass die Bauarbeiten für A-Nord in 2024 starten und nach etwa drei Jahren abgeschlossen sein können.

(bp)