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Sonsbeck: Amprion informiert Bürger über Verlauf der Stromtrasse

Bürger-Sprechstunde in Sonsbeck : Amprion informiert Bürger über Verlauf der Stromtrasse

Das Interesse war größer als anderswo: Sonsbecker haben sich vom Netzbetreiber Amprion erklären lassen, wo genau die Strom Autobahn A-Nord verlegt werden soll – und welche Entschädigung es gibt, wenn ihr Grundstück betroffen ist.

Das Unternehmen Amprion hat in Sonsbeck über den geplanten Verlauf der Super-Stromtrasse A-Nord auf dem Gemeindegebiet informiert. Anwohner hatten sich zu Einzelgesprächen anmelden können, um mit Mitarbeitern des Netzbetreibers zu klären, ob ihr Grundstück betroffen sein wird, wann die Stromkabel verlegt werden sollen und welche Entschädigung gezahlt werden könnte. Wie Amprion berichtete, nahmen 16 Bürger das Angebot am Dienstagabend an. Das Interesse sei damit größer gewesen als in anderen Kommunen entlang der geplanten Trasse, in denen das Unternehmen ebenfalls Sprechstunden anbot, sagte Projektsprecher Jonas Knoop.

Amprion hatte einigen Aufwand betrieben, um die Sprechstunde trotz der Pandemie zu ermöglichen und das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten. Die Firma hatte in der Gaststätte zur Börse in Sonsbeck Arbeitsplätze eingerichtet, Computer aufgebaut und dünne Kunststoffwände auf den Tischen platziert, um die Gesprächspartner zu schützen. Besucher mussten außerdem nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind, und zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen – andernfalls mussten sie sich vor Ort testen lassen.

  • Die Trasse wird durch die Region
    Leitung soll auch durch Kevelaer, Issum, Geldern und Kerken führen : Sprechstunden über die Stromtrasse
  • Die Kabel für die Superstromtrasse sollen
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  • Der nun festgelegte Korridor auf Sonsbecks
    Superstromtrasse auf Sonsbecker Gebiet : Hamb entgeht der Amprion-Schleife

Zum Hintergrund: Für die Energiewende sollen große Leitungen verlegt werden, um die Energie, die an den Küsten aus Wind gewonnen wird, vom Norden in den Süden zu transportieren. Eine dieser geplanten Strom-Autobahnen heißt A-Nord, soll knapp 300 Kilometer lang werden und von Emden Ost bis Osterath führen. Im Sommer hatte die Bundesnetzagentur einen Korridor festgelegt, in dem die Trasse verlegt werden kann. Er führt von Balberg kommend westlich am Sonsbecker Ortskern vorbei, wechselt bei Achterhoek ins Kevelaerer Gebiet, kehrt auf Höhe der Wohnanlage St. Bernardin wieder auf Sonsbecks Territorium zurück und führt dann westlich an Hamb vorbei in Richtung Issum.

Mittlerweile hat Amprion die Pläne konkretisiert. An den Arbeitsplätzen zeigten Mitarbeiter den Bürgern auf einem Computerbildschirm ganz genau, wo und wie die Stromtrasse verlegt werden soll. So ließ sich ermitteln, ob ein Grundstück betroffen sein wird, sollte der geplante Verlauf von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Bis zum 21. Januar 2022 können von der Öffentlichkeit noch Stellungnahmen dazu eingereicht werden, damit sie bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. Mit einem Baubeginn plant Amprion frühestens ab 2024.

Weitere Informationen zum Verfahren stehen auf der Internetseite der Bundesnetzagentur: www.netzausbau.de

(wer)