1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Sommerfestspiele Birten 2021 in Xanten: Es kommt wieder Leben ins Amphitheater

Sommerfestspiele Birten : Es kommt wieder Leben ins Amphitheater

Im August sind die Sommerfestspiele Birten mit fünf Konzerten und einem Comedy-Abend geplant. Pro Termin sind bis zu 500 Besucher zugelassen – vielleicht auch mehr, wenn die Infektionszahlen weiter sinken.

In diesem Jahr soll es wieder Sommerfestspiele im Amphitheater in Birten geben. Der Veranstalter, die Firma Klanghelden aus Wesel, plant an drei Wochenenden im August insgesamt fünf Konzerte und einen Comedy-Abend. „Wir haben ein Knaller-Programm“, sagte Hilmar Schulz von den Klanghelden. Unter anderem treten Ingrid Kühne und Stoppok auf. Der Vorverkauf läuft. Für einige Termine gibt es nur noch wenige Karten.

Aktuell werde mit bis zu 500 Besuchern pro Veranstaltung geplant, erklärte Schulz. Damit werde die Auslastung unter 50 Prozent liegen. Das mache es schwierig, wirtschaftlich zu arbeiten. Sollten es die Infektionszahlen im Kreis Wesel zulassen, dass die Corona-Regeln weiter gelockert werden, könnten vielleicht auch mehr Karten verkauft werden – wenn „wir alle, auch die Gäste, ein gutes Gefühl dabei haben“. Das Amphitheater bietet Platz für bis 1200 Menschen. Zurzeit sind im Kreis Wesel Konzerte und Aufführungen mit maximal 500 Teilnehmern erlaubt. Die Besucher müssen einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen, es sei denn, sie sind vollständig geimpft oder genesen.

  • Amphitheater Birten
    Spielstätte aus Römerzeit : So soll Birtens Amphitheater saniert werden
  • Das Amphitheater Birten sollte dem Gutachten
    Kulturangebot in Xanten : Amphitheater soll Spielstätte bleiben
  • Sarah Nücken und der Issumer Steffen
    Sommerfestspiele in Birten : Heiratsantrag beim „Greenbird“-Konzert

Das Amphitheater in Birten stammt aus der Römerzeit und gehörte damals zum Legionslager Vetera castra. Heute ist es ein Bodendenkmal mit Freilichtbühne. Über viele Jahre wurde es als Veranstaltungsort genutzt, zuletzt aber nur noch vom Pirates Action Theater. 2019 gab es erstmals seit vielen Jahren wieder die Sommerfestspiele in Birten. Sie waren auch für 2020 geplant gewesen. „Wir finden den Standort super“, sagte Schulz. Die Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Amphitheaters laufe sehr gut.

Wegen der Corona-Pandemie hatten die Klanghelden die zweite Auflage der Sommerfestspiele aber auf 2021 verschieben müssen. Weniger als 20 Prozent der Karten seien zurückgegeben worden, berichtete Schulz. „Die meisten Leute haben ihre Tickets behalten, das hat uns gefreut.“ Und seit er noch einmal öffentlich für die Sommerfestspiele geworben hat, würden täglich Dutzende Karten dafür verkauft. „Das ist ein sehr gutes Zeichen“, sagte Schulz. „Die Menschen sind optimistisch, dass wieder etwas stattfinden kann.“ Nach dem monatelangen Lockdown.

Es ist eine schwierige Zeit für die Kultur, für Künstler und Veranstalter. Als die Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr ausbrach und die ersten Veranstaltungen abgesagt wurden, sei er niedergeschlagen gewesen, erzählte Schulz. Die Klanghelden seien eine junge Firma es gebe sie erst seit 2018, und 2020 wäre ihr stärkstes Jahr geworden, das habe sich abgezeichnet – dann sei Corona gekommen. Aber nach zwei Wochen habe er wieder nach vorn geschaut. „Ich bin ein Kämpfer.“ Im Sommer 2020 seien wieder kleine Veranstaltungen möglich gewesen, später auch größere mit mehreren Hundert Besuchern. Bis wieder der Lockdown kam.

Jetzt sinken die Infektionszahlen wieder, die Regeln werden gelockert, Konzerte sind erlaubt, und die Klanghelden organisieren auch schon einige Veranstaltungen, nicht nur die Sommerfestspiele. Zusätzlich haben sie ein digitales Angebot aufgebaut: Klanghelden TV, eine Streaming-Plattform. Darüber zeigen sie Konzerte, Comedy-Abende und andere Veranstaltungen – live oder als Aufzeichnung. Der Kunde kann auf seinem Sofa zuschauen, dafür bezahlt er etwas weniger als vor Ort. Das werde das Live-Erlebnis nie ersetzen, aber ergänzen, sagte Schulz. Wenn ein Abend ausverkauft sei, könnten alle anderen, die keine Karte mehr bekommen haben, online zuschauen. Beides zusammen, also Live-Erlebnis vor Ort und Streaming-Angebot für Zuhause, „das ist die Zukunft“.

(wer)