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Solarpark in Xanten: Enni beginnt mit dem Bau

Bauantrag genehmigt : Stadt gibt grünes Licht – Bau des Solarparks in Xanten beginnt

Der Energieversorger Enni will auf einem ehemaligen Nato-Gelände in Xanten Strom für 1200 Haushalte produzieren. Die Baugenehmigung für den Solarpark liegt nun vor. Bis Ende des Jahres muss die Anlage ans Netz gehen.

Der Energieversorger Enni startet mit dem Bau des Solarparks in Xanten. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die Stadt in dieser Woche den Bauantrag genehmigt und damit grünes Licht gegeben. Die Enni will den Solarpark nun über ihre Tochtergesellschaft Enni Solar innerhalb von zehn Wochen errichten. „Wir werden hier bis zum Jahresende rund drei Millionen Euro investieren und die Anlage noch im Dezember in Betrieb nehmen“, erklärte Christof Schidlovski, Geschäftsführer von Enni Solar.

Das Sonnenkraftwerk wird auf dem ehemaligen Nato-Gelände am Urselmannsweg errichtet. „Es ist für unsere Stadt ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und ein schönes Zeichen, dass der Standort nach den gescheiterten Plänen für ein Bioenergiezentrum nun doch noch Heimat eines großen regenerativen Erzeugungsprojektes wird“, sagte Xantens Bürgermeister Thomas Görtz.

Bis Ende des Jahres muss die Anlage ans Stromnetz angeschlossen werden, um eine Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu gewährleisten. Mit dem Ende der artenschutzrechtlichen Schonzeit soll der von Enni beauftragte Anlagenbauer Steag Solar Energy Solutions loslegen. „Auf rund einem Drittel der zwölf Hektar großen Fläche werden dessen Experten zunächst rund 3000 Pfosten in die Erde rammen, um so die Ständer für die rund 11.000 Module installieren zu können“, erklärte Jörn Rademacher, Technischer Geschäftsführer von Enni Solar. „Mit seiner Leistung von 4,35 Megawatt Peak (MWp) können wir hier zukünftig jährlich rund vier Millionen Kilowattstunden für etwa 1200 Haushalte produzieren, vollkommen emissionsfrei.“ Die ersten Gespräche über einen Solarkraftwerk in Xanten hatte es 2018 gegeben. Die Planungs- und Genehmigungsphase dauerte dann drei Jahre, weil mit knapp einem Dutzend Gutachten, etwa zum Denkmal- und Artenschutz, zahlreiche Hürden genommen werden mussten, wie Enni erklärte. Es wird der dritte Solarpark des Unternehmens am Niederrhein.

(wer)