Silvester-Konzert 2018 im Xantener Dom - ganz klassisch ins neue Jahr rutschen

Silvesterkonzert in Xanten : Ganz klassisch ins neue Jahr rutschen

Das hat inzwischen Tradition: Das alte Jahr wird Silvester im St. Viktor-Dom glanzvoll mit einem Konzert verabschiedet.

Das Konzert beginnt um 19.30, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Die künstlerische Leitung hat Willem Winschuh. Ausführende sind Mitglieder der Duisburger Philharmoniker, der Düsseldorfer Symphoniker und der Kammerchor „Cantare et sonare“, außerdem als Solisten die Sopranistin Mirjam Hardenberg, die Altistin Silke Weisheit, der Tenor Fabian Strotmann, Dom-Organist Mathias Zangerle (Bass) und Tobias Glagau.

Für den jungen Tenor, der im März 2018 unter der Leitung von Willem Winschuh sehr erfolgreich als Solotenor mit der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach debütierte, ist es der erste Auftritt im Xantener Dom. Tobias Glagau studierte Lehramt an der Hochschule für Musik Köln und schloss noch ein Gesangsstudium an. Seine Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Marcus Creed, Peter Neumann, Florian Helgath in zahlreichen Ensembles, wie dem ChorWerk Ruhr, der Kölner Akademie und dem WDR Rundfunkchor Köln führten ihn zu Konzerten im In- und Ausland. Als Solist im Konzert- und Opernfach konzertierte Tobias Glagau unter anderem auch mit den Düsseldorfer Symphonikern und mit der Philharmonie Südwestfalen. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er als Solist am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen tätig.

Altistin Silke Weisheit. Foto: Silke Weisheit

Zum Weihnachtsfest 1723 komponierte Johann Sebastian Bach eine erste Fassung des Magnificats in Es-Dur. Beim Silvesterkonzert im Dom wird die von Bach zwischen 1728 und 1731 veränderte Fassung des Magnificats in D-Dur für Soli, Chor und Orchester aufgeführt. Von Felice Anerio, der unter anderem als Maestro di cappella am Dom zu Verona wirkte (1608) erklingen zum Jahreswechsel drei Weihnachtsresponorien, die „Responsorii della Natiuità Giesu Christo“ zwischen Einzelsängern und Sängergruppen.

Bass Matthias Zangerle. Foto: FOTOSTUDIO-KAUFELS.DE

Georg Friedrich Händel schrieb sein großartiges „Dettinger Te Deum“ für die Dank- und Siegesfeier zum Ende des österreichischen Erbfolgekriegs, in dem sich England auf die Seite Österreichs stellte. Am 27. November 1743 wurde dieses Werk in einem Gottesdienst in der Chapel Royal in St. James´s Palace uraufgeführt. Komponist Girolamo Galavotti wirkte gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Rom als Kapellmeister und zeichnete sich vor allem durch geistliche Kompositionen aus. In der dreiteiligen Vertonung des 147. Psalms, dem „Lauda Jerusalem“, konzertieren Solo-Sopran und Chor in barocker Musizierfreude über einen fließenden Bass. Als weiteres Werk ist Johann Pachelbels „Kanon D-Dur“ für Streicherensemble und Basso continuo zu hören.

Tenor Tobias Glagau. Foto: Tobias Glagau

Für rund 800 Zuhörer ist Platz im Xantener Dom. Ein Großteil der Tickets für 48 Euro ist bereits verkauft, einige (wenige) sind noch zu haben. Sie sind genau wie die Karten für 25 Euro (eingeschränkte Sicht) in der Tourist Information Xanten, Kurfürstenstraße 9, erhältlich.

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